Wenn ich 2020 eines gelernt habe, dann…

…ist es:

  1. Mein Job ist nicht systemrelevant, deswegen darf ich mich in verschiedensten Belangen hinten anstellen.
  2. Meine Branche (Hotel/Gastro) hat keine Lobby in Brüssel, gibt verhältnismäßig vielen Menschen einen Job aber erwirtschaftet vergleichsmäßig einen Witz im Vergleich zu bspw. der Automobilindustrie. Ergo: kannste ruhig drauf verzichten im Wirtschaftskreislauf.
  3. Meine körperliche Konstitution und mein aktuelles Alter gestattet mir nicht eine Impfung inmitten einer Pandemie zu erhalten.

Gibt mir alles zu denken.


Wie im vorherigen Post…

…schon angekündigt, ist die gute Oma am 23. Dezember um ca. 4 Uhr im Alter von 91 Jahren an den Folgen von Bauchspeicheldrüsenkrebs eingeschlafen. Mach es gut liebe Oma und Ur-Oma, habe eine schöne Zeit mit dem schon lange wartenden Opa an Deiner Seite.


Während Deutschland wieder auf den Lockdown zusteuert…

…versucht jeder so gut es geht sein Leben weiter zu leben. Die letzte verbliebene Urgroßmutter des kleinen Mannes liegt mit aggressivem Bauchspeicheldrüsenkrebs auf der Palliativstation, wie kann man also dem Kurzen seine Ur-Oma nochmal zeigen in dieser Zeit?! Glücklicherweise gelten die Regularien im Klinikum Bad Berka nicht für diese Station, daher sind wir nochmal hin gefahren. Morgens um 6 Uhr los, nachmittags um 17 Uhr wieder daheim. Das waren die über 900km aber wert, wenn auch anstrengend…

Im Übrigen übrigens eine ganz tolle Klinik mit fähigem Personal, sofern ich das als Besucher bewerten kann.

Auf dem Rückweg habe ich noch etwas realisiert, dass ich seit langem vor mir her geschoben habe. 1,5 Jahre meiner Kindheit habe ich an der Werra in Eschwege verbracht. Keine sehr schöne Zeit, aber ich wollte schon immer mal wieder hin um Erinnerungen aufzufrischen. Siehe da, nichts hat sich dort verändert, sogar das Haus steht noch so wies war, ohne jegliche Modernisierung. Lediglich die Nachbarschaft ist nach 27 Jahren deutlich runter gekommen.

Das schiefe ist es.

Als neues Betätigungsfeld haben sich meine Göttergattin und ich ausgedehnte Wandertouren auserkoren. Wind und Wetter trotzend, laufen wir bis zu 30km ab, so zum Beispiel einmal Düsseldorf und (fast) zurück über Büttgen, Kaarst und Meerbusch. Wenn das so weitergeht, haben wir im Frühling 2021 Höchstform erreicht.


Ohrenschmaus: Feindflug & :Wumpscut:

Während :w: die besten Jahre lange hinter sich hat und Feindflug in die Mittelmäßigkeit abgedriftet sind (gibt es die noch?), habe ich durch Zufall ein altes Teil einer Kollaboration von beiden ausgegraben…

…der Umstand das ich das Teil seit 15 Jahren auf CD habe, aber bisher nie gehört habe, zeigt die Remix Trivialität damals, welche sich bis heute kaum geändert hat. JEDOCH, das Stück hat etwas.


Wohin in den Urlaub, wenn alles dicht ist?

Diese Frage haben wir uns in diesem Jahr ebenso wie viele andere gestellt. Das Ergebnis mündete in zwei Optionen: Wohnmobil und Zelt. Zunächst ging es im Juni das erste Mal auf Deutschlandtour mit einem WoMo. Bei Paul Camper angemietet, ergatterten wir ein super ausgestattetes Modell, das in Mönchengladbach vermietet wurde. Stationen waren Weimar, Bad Blankenburg, Berlin und Rövershagen (Wismar). Auf einem richtigen Campingplatz waren wir dabei allerdings nie, sondern standen stets auf Privatgrundstücken oder Stellplätzen. Allerdings war das auch nicht verwunderlich, denn auch im Juni war vor allem an der Ostsee schon die Hölle los. Summa Summarum war es ein toller Trip und vor allem mit kleinem Kind ein Erlebnis. Mit Sicherheit nicht unsere letzte WoMo Tour…

Die zweite Option in Form von Zelten war da schon wesentlich abenteuerlicher. Zunächst brauchten wir eine Ausstattung, die dann in Form von Zelt, Schlafsäcken, Feldbetten, Gaskocher, Klappstühlen und kleinerem Equipment schnell besorgt wurde (BW Klappspaten, Messer, BW Besteck, etc.). Da ich nicht wusste, ob Felix ein Fan davon ist, haben wir zunächst mit Freunden eine Nacht am Rhein verbracht. Das war ein großer Erfolg, sodass ich im September allein mit Felix eine Trekking Tour durch Bayern unternahm. Dazu später mehr.

Wird im kommenden Jahr definitiv wiederholt und das nicht nur einmal…


Lockdown & Sport oder: Zeit ist Schweiß

Weder im März noch im aktuellen Monat habe ich beim Lockdown die Schließung der Gyms nachvollziehen können. Bekannterweise ist das beste Mittel gegen Covid-19 eine gute körperliche Konstitution, was macht man da also als erstes? Sportstätten schließen… Wir haben das Mehr an Zeit durch die Kurzarbeit für intensives Training genutzt. So habe ich nicht nur mein Jahresziel von 900km Laufen p/a bereits im Oktober erreicht, sondern bin just seit gestern sogar über die 1.000 km drüber; 200 mehr als im gesamten Vorjahr.

Während Laufen schon immer unser Ding war, ist jetzt noch Wandern dazu gekommen. Neben einer Rennsteigtour im August, erkunden wir auch unser niederrheinisches Umland ein wenig. Der beste Trip war vor zwei Wochen, leider alleine da sich unsere Arbeitszeiten immer noch mit den freien tagen überschneiden. Schön war es bei 10C, Sonne ebenso wie Nebel und < 5kg Gepäck:

Gut, es war jetzt kein entspannter Spaziergang, weil das Training im Vordergrund stand, nächstes Mal soll der Fokus auf dem Erlebnis liegen.


Da ist man mal 2 Jahre nicht da…

…und dann passieren Dinge wie Corona, Trump Abwahl (hoffentlich) und Merkel Nachfolgeregelung.

Seit März bin ich in Kurzarbeit, mal mehr (80%) mal weniger (60%), somit besteht ein Mehr an Zeit und Gelegenheit, sich über das ein oder andere Gedanken zu machen, zu denen vorher eher weniger Möglichkeit bestand. Das geht sogar soweit, mit der Option zu spielen sich komplett neu im Beruf aufzustellen. Diese Offenheit generiert groteske Aktionen, so zum Beispiel eine Initiativbewerbung bei der Bundeswehr; mit 40 Jahren wohlgemerkt (lt. Online Auftritt ist man da durchaus offen).

Das ein oder andere haben wir schon durchgezogen und da wir ja mehr Zeit denn je haben, werde ich das hier sukzessive festhalten. Zur Einstimmung:


Es lebt noch?!


Umzug, Renovierung, doch der kleine Mann wächst weiter…

Auch in Wochen höchster Beschäftigung bleibt der Alltag nicht aus. Der kleine Mann ist seit September im Kindergarten und er gedeiht dort prächtig. Schon interessant zu sehen, welche Fortschritte in welchem Tempo sich dort vollziehen; seien es Verhaltensmuster, Sprachkenntnisse oder intersoziales Agieren. Es stimmt einen ja fast schon melancholisch, dass es so schnell geht. Ich denke es kann nur von Vorteil für ein Kind sein, wenn es bereits vor dem Erreichen des dritten Lebensjahres in solch eine Gemeinschaft eingebunden wird.


Vorher –> Nachher Teil 2

Alte Küche raus, Wand entnommen, Durchlauferhitzer durch neuen Warmwasserklreislauf ersetzt, Vertäfelung entfernt, sämtliche Fliesen aus dem Jahr ’83 entfernt.

Neue Nolte Küche eingebaut (Schaffrath MG), Induktionskochfeld, schwarze Glasfliese anstelle eines Spiegels, Barcounter, Grohe Amatur und sämtliche Geräte von AEG.