Phan Thiet / Mui Ne – Vietnam

Der Bus trudelte mit leichter Verspätung am Hotel ein. Es stellte sich heraus, dass die Entscheidung zum größeren Modell vorteilhaft war. Die ersten 2 Stunden benötigten wir um erst einmal aus Saigon und seinen Vororten raus zu kommen. Leider entschied sich unser Fahrer dann ein Nickerchen einzulegen, allerdings ohne dafür anzuhalten. Von da an wachten wir mit stetem Blick auf sein Verhalten und als er einmal ins Schlenkern kam, wurde ihm der Marsch geblasen. Da ein großer Teil der Reisegruppe sich mit selbiger Firma sich auf den Rückweg machen würde, schrieb ich dem Unternehmen uns gefälligst einen anderen Fahrer für den Trip zurück nach Saigon zu schicken.

Mui Ne stellte sich als kleiner charmanter Küstenort heraus. Uns Hotel – das Coco Beach – ist eine Perle und wir konnten es kaum besser treffen. Jeder hat seinen eigen kleinen Bungalow direkt am Strand, einen Unterschied in Klasse gibt es dort nicht. Der Strand an sich weist starken Wellengang auf, was wiederum ein Paradies für Kite Surfer ist. Unsere Anlage war umgeben von Kite Schulen, so dass man bei guten Bedingungen um die 100 Kites auf allen Seiten beobachten konnte. Mit Hilfe von Bojen und Stange versucht unser Hotel sich diesen zu erwehren um zumindest deren Strand für Schwimmer sicher zu machen.

Vorherrschende Touristengruppe ist wie an vielen pazifischen Ländern die GUS. Aber auch Europäer und Asiaten waren zu genüge vertreten. Aufgrund des dt./franz. Managements unseres Hotels waren Deutsche wohl speziell in unserer Anlage überwiegend.

Unser schönes Hotel hatte so ziemlich alles was wir uns vorstellen konnten, nichts fiel uns zur Verbesserung ein. Das Frühstück direkt am Strand, Wellenrauschen zum Einschlafen, saubere und bequeme Zimmer. Zusammen mit der Besitzerin machten wir uns gleich daran Einzelheiten über die Zeremonie zu besprechen, denn diese fand bereits einen Tag später statt.
Die Zeremonie sollte am Strand stattfinden. Seitens des Hotels wurde eine Wand aus Lampions und Blumen samt hölzernen Boden aufgebaut. Los ging es gegen 17 Uhr, da war das Licht perfekt und Holli kümmerte sich mit seiner EOS um eine paar semi-professionelle Bilder. Eingeleitet wurde die Zeremonie von der Hoteleignerin, der ich vorab ein paar Rahmendaten über Nicole und mich zukommen ließ. Im Anschluss lasen Nicole und ich unsere eigenen „Reden“ vor, wobei das bei Nicole eher nicht so gut klappt; vor Tränen. Nach 20 Minuten war dieser Part dann auch schon vorrüber, gefolgt von einem Foto schießen. Solche Sachen machen ja in der Regel ziemlich durstig, weshalb wir den gemütlichen Teil mit einem Glass Sekt und Canapes einläuteten.

Das darauffolgende Dinner war erstklassig. Es gab Seafood Körbe in denen zu genüge Shrimps, Red Snapper und Krebse zu finden waren. Der deutsche Küchenchef hatte sich alle Mühe gegeben. Von der Vorspeise bis zum Dessert (Creme Brulee) war alles perfekt.

Da wir uns erfolgreich vor allen Hochzeitsriten gedrückt hatten, war der Abend zwar bereits gegen 11:30 p.m. zu Ende, dafür hatte aber jeder ein gutes Gefühl und es war ein gemütlich, für uns unvergesslicher, Tag, so wie wir es uns vorgestellt hatten. Alles in allem sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass der gesamte Trip mit allen Teilnehmern das schönste war, kein einzelnes Erlebnis.

Weiter ging es in Mui Ne mit dem gemütlichen Teil. Nicole’s Eltern, allen Voran der Vater und der Bruder, waren nur schwer für 10 Minuten aus dem Meer heraus zu bekommen. So gestalteten sich unsere Tage lediglich aus Baden, Sonnen und am Abend schön Essen gehen. Übrigens war der letzte Punkt nicht immer so einfach mit 11 Personen, wobei sich das erledigt hatte, nachdem wir das Mango in unmittelbarere Nachbarschaft ausgemacht hatten. Hier hatten wir ein paar schöne Abende mit Fisch und Garnelen.

Am 7. War dann Zeit für die erste Abreise gekommen und wir verabschiedeten Nicole’s Familie zurück nach Xi’an und Tian Jin. So oder so, sie waren sehr glücklich dabei gewesen zu sein. Und hatten eine Menge Spaß. Nur noch zu acht fanden wir, dass es Zeit für einen Ausflug war.

Was die Ausflugsziele vor Ort angeht, so kann man fast alles an einem Tag abgrasen. Wir entschieden uns für die roten und weißen Dünen als auch eine Art Schlucht mit rotem Gestein. Das Fahrzeug war nicht wirklich ein US Willy’s sondern eines chinesischer Bauart. Nichtsdestotrotz, es hat Spaß gemacht.
Bei den weißen Dünen konnte Axel es sich nicht nehmen lassen ein Quad zu mieten. Es hatte sichtlich Spaß wie man unten sehen kann. Nach 4 Stunden waren wir dann mit den 3 Destinationen durch und hatten einen besseren Eindruck der Gegend rund um Phan Thiet/Mui Ne bekommen. Durchaus ein Areal in dem noch sehr viel geschehen wird in den kommenden Jahren; vor allem im Tourismus.

Bei diesem einen Ausflug sollte es auch bleiben. Zwar gab es noch irgendeinen Buddha der aber zehr weit weg war und vier von uns machten sich auch noch einmal auf ins Fischerdorf, doch das war es dann auch.

Die restlichen Tage verbrachten wir ausschließlich im gewöhnten Rhythmus Frühstück-Baden-Sonne-Abendessen, was sehr entspannend war.
Am letzten Abend – der deutsche Anhang war bereits seit 2 Tagen auf dem Weg zu anderen Zielen in Vietnam – genossen wir noch ein Candle Light Dinner zum Abschied, welches wir zur Hochzeit geschenkt bekamen. Wir hatten die Wahl zwischen Balkon unserer Hütte oder dem sehr schönen Restaurant, wobei wir uns für letzteres entschieden.
Das Menü war uns vorab bekannt, so gab es:

Canapes
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Caprese
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Thunfisch Carpaccio
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Lammkoteletts
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Entenbrust
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Creme Brulee und Bayrischer Creme

Dazu gab es einen französischen Rotwein. Ein geniales Essen mit außergewöhnlich gutem Service. Nach dem Essen haben wir es uns mit dem restlichen Wein im Whirpool gemütlich gemacht, um die vergangenen 4 Wochen Revue passieren zu lassen. Ein würdiger Abschluss, wie wir finden.

Damit waren wir am Ende unsere vier Wochen und fünf Tage andauernden Reise. Eine Zeit die definitiv zu lang war. Ob es nun die Zeit war oder eine etwas unausgegorene Planung diese zu nutzen, sei einmal dahin gestellt. Fest steht jedenfalls, noch einmal würden wir es nicht so machen. Zum einen ist man doch sehr lange von zu Hause/der Arbeit/seinem Umfeld weg und zum anderen muss man die Zeit wirklich sinnvoll nutzen, was nun einmal auch eine finanziellen Aspekt mit sich bringt.

Alles in allem sind wir natürlich sehr zufrieden und haben besonders die Zeit in der zweiten Hälfte mit unseren Familien genossen. In gewisser Weise haben wir natürlich auch unseren Horizont durch den Besuch dieser beiden noch recht unerschlossenen Länder erweitert, etwas was man wohl kaum mit Geld aufwiegen kann.

Wie gehen davon aus, dass dies zunächst der letzte große Urlaub war; zumindest für ein Jahr. Bis zum nächsten Trip zehren wir von unseren Erfahrungen. Ein großes Danke an alle die um die halbe Welt geflogen sind um diese Zeit mit uns zu verbringen und Grueße an alle die uns während dieser Zeit über den Weg liefen, auch wenn man sich wohl nie wieder sieht.

Nächste Station wäre übrigens Australien oder USA/Kanada, wir werden sehen…

Party

Night II Night

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Über arsteutonicus

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