Sihanoukville – Kambodscha

Nach 3 Tagen Stadturlaub hieß es für uns, Weiterfahrt ins 240km entfernte Sihanoukville. Für diesen Trip gönnten wir uns den Luxus eines Privattaxis (siehe unten) für gerade einmal 55$. Die Fahrt dauerte 4 Stunden und ging nur über Landstraße durch Ananasplantagen und flache Einöden bis sich das Landschaftsbild deutlich änderte.

Sihanoukville ist die Stadt in Kambodscha mit Tiefseehafen. Alle Container wälzen sich über diese eine Landstraße gen Phnom Penh. Mit 200,000 Einwohnern ist es doch überschaubar und kaum ein Gebäude ist höher als 4 Etagen. Der Verkehr wird geprägt von TukTuks und Rollern. Aufgefallen ist zudem der sehr hohe Ausländeranteil im gesamten Stadtgebiet.

Am Hotel angekommen haben wir es erst einmal nicht gesehen. Alles was wir sahen, war eine Schlaglochstrasse, Müll und einen mit Bars zugepflasterten Strand. 2 junge Bengel tauchten neben dem Wagen auf und fragten uns ob wir ins http://www.thecovebeach.com wollten. Wir bejahten und sie schulterten unsere Rucksäcke. In etwa 50 Meter am Strand entlang lag unsere Herberge, Kein Sandstrand, dafür eine tolle Sonnenterrasse uns schön am Hang gelegene Bambushütten. Wir haben 30$ pro Nacht bezahlt, was will man erwarten.
Die Hütten waren dann aber doch recht einfach. Vor allem die sehr veraltete Bettwäsche hat gestört. Ausschlaggebend für unseren finalen Wechsel des Hotels war aber Lärm von der Partymeile, so dass wir nach 3 Nächten ausgezogen sind.

Auf der Suche nach einer neuen Bleibe, fiel uns ein neues großes Hotel http://www.sihanoukvillebeachresorts.com/resorts/little-resorts/serendipity-beach-resort.html“ gleich um die Ecke auf, dass sich aber noch in der Pre-Opening Phase befand. Dies war aber auch der Grund, warum wir hier ebenfalls für 30$ die Nach bleiben konnten, lediglich Getränke und Speisen waren absolut nicht vorhanden. Nachdem wir eine Nacht im 2. Stock schliefen, haben wir den Wunsch geäußert direkt unten am Pool ein Zimmer zu bekommen. 1 Tag später wurde uns dieser erfüllt.

Von nun an sollte alles besser werden, bis wir auf die Idee kamen Fahrräder zu mieten. Diese Geräte von zweifelhaftem Zustand waren dann der Grund warum für uns 1,5 Wochen der Urlaub zunächst fast beendet war. Nicole hatte einen Unfall auf Rollsplit und musste mit 7 Stichen unter widrigen Bedingungen genäht werden. Zugepumpt mit Tabletten aller Art war sie sehr mitgenommen, somit war für ein paar Tage nur Hotelruhe angesagt. Die Wunde entzündete sich zwar, Fieber blieb aber aus. Bis zu unserer Abreise, konnten wir mehr oder weniger nichts mehr unternehmen. Wir mussten jeden Tag zum Verbandswechsel, so dass Nicole unter den TukTuk Fahrern schnell bekannt wurde und wir weder verhandeln noch den Ort sagen mussten wenn wir morgens aus dem Hotel kamen. Überhaupt gab es gegenüber Chinesen in Kambodschas weniger Vorbehalte als in Vietnam. Hätten wir in den ersten Tagen nicht den Boottrip erledigt (siehe unten), wären wir in wohl nicht über die Grenzen der Stadt hinweggekommen.

Der Ort – sprich Serendipity Beach – war auch nicht gerade das was wir uns vorstellten. Drogen aller Art konnte man bekommen, Prostitution allgegenwärtig und die „1. Welt“ mit ihren Botschaftern zeigte sich nicht gerade von ihrer besten Seite. Positiv sind uns die vielen Pärchen aufgefallen, die lokale Kinder adoptierte; manchmal sogar zwei an der Zahl. Das ließ dann zwischen Alkoholleichen und Männern mit Frauen in fragwürdigem Alter hoffen. Als Khmer vor Ort hätte ich wahrscheinlich ein ernstes Problem Ausländer zu respektieren.
Ebenfalls nervig waren amputierte Bettler, Kinder und fliegende Händler. Nervig kann berechtigt gesagt werden, wenn man innerhalb von 30 Minuten 25 (!) mal angesprochen wird. Irgendwann ist es auch mal genug.

Trotz wunderschönem Strand würden wir nach Sihanoukville vielleicht frühestens erst wieder in 10 Jahren fahren. Am 30. Dezember machten wir uns auf Sihanoukville über Phnom Penh nach Saigon mit dem Bus zu verlassen. Wie sich herausstellen durfte, war dies ein Trip den wir so schnell nicht vergessen würden…

SV - Sun deck 2 SV - Serendipity beach 2 SV - Hotel balcony SV - Jens & Nicole

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