Dead Island Riptide – Hatten wir das nicht schon?

Dead Island Riptide

Dead Island Riptide

Wir sind zurück in der Südsee! Gerade hat das Dreamteam von Stereotypen die Flucht aus Banoi überstanden, schon werden die chinesische Kungfu Tante, der rappende Neger, der Redneck Football Spieler und die dunkelhäutige Sexgöttin noch auf dem rettenden Schiff erneut heimgesucht. Zu allem Überfluss kommt auch noch ein tumber Ami-Asi namens John (gaaaaanz ausgefallener Name) hinzu, der ebenfalls gegen das Virus immun scheint.

Geradeso entkommt man der maritimen Meute, nur um auf Palanai zu landen, einem Eiland das dem vorherigen erschreckend ähnlich sieht und dessen Bewohner den gleichen dahin modernen Charme innehaben. Es dauert also nach der Landung ca. 3,522 Sekunden bis wir wissen: auch diese Insel ist dem Untergang geweiht. Wir schnappen uns also den nächstgelegenen Stock und dreschen auf die Untoten – die im Übrigen sogar den gleichen Schneider wie die Zombiekollegen auf Banoi haben – ein, bis auch der letzte Schädel kracht.
Damit ist eigentlich alles über Dead Island Riptide erzählt, viel Spaß noch.

Spaß, natürlich! Es gibt noch mehr zu erzählen, wobei der Spieler des ersten Teils im Prinzip bereits alles kennt. Als Käufer des 2. Teils muss man sich folgende Punkte vor Augen führen:

  • Die Insel ist im Wesentlichen das Gleiche! Gleiche Grafik, gleiche Umwelt, gleiche Gegner (bis auf 2 oder 3 Ausnahmen).
  • Die Technik ist im Wesentlichen das Selbe! Gleiches Level System, gleiches Menü, gleiche Steuerung.
  • Die Handlung ist im Wesentlichen genauso wie im ersten Teil. Leuten helfen, Boese jagen, sich verpissen.
  • Der Sound ist im Wesentlichen identisch.
  • Und nun kommt es, der Spaß an der ganzen Zombie Schlachterei ist aber auch immer noch der Selbe!

Was wir mit Riptide in den Händen halten, ist mehr oder weniger eine Erweiterung des ersten Teils. Ob es jetzt fair ist dafür einen Vollpreis zu verlangen, dass sei einmal dahingestellt. Vom Umfang her würde ich sagen, ja. Vom Innovationsstandpunkt her, nein. Um meinen Charakter John bis zur Levelcap 70 zu bringen, habe ich 42 Stunden benötigt. Mit Tricks geht das bedeutend schneller, aber wo liegt denn da der Spaß?! Noch mehr zeitraubend ist wie bereits im ersten Teil, der Coop Modus online. Der macht wirklich Spaß, ist stabil und wird selten langweilig. Mit Level 70 und der besagten Zeit war ich bei den Trophys um die 80%, wobei zu erwähnen ist, dass es außergewöhnlich viele Goldene gibt (5).

Im Internet liest man zudem über diverse Bugs und Glitches. Manche davon sind wirklich dämlich, manche könnten aber auch anderen Spieleschmieden passieren. Mir persönlich begegnete einer bei den Sammel Trophys, als gefundene Tonbandaufnahmen nicht gewertet wurden. Ein wenig merkwürdig muteten auch die Wetterwechsel an, die von einer auf die andere Sekunde stattfanden. Dunkel wurde es dagegen (wieder) gar nicht, aber vielleicht reicht die Polarnacht bei Techland ja bis zum Äquator.

Schade war zudem, dass ich meinen Charakter aus dem ersten Teil nicht importieren konnte, da der erste Teil die amerikanische Version war und meine Riptide Version die Europäische ist. Nicht schön, aber kein Dealbreaker. Das es allerdings 2 Monate nach dem Release immer noch kein Patch zum fixen diverser Bugs gibt, ist meiner Meinung nach fast eine Frechheit.

Was ist also neu bei Riptide? Den erwähnten John kann man da als erstes nennen. Wer sich für John entscheidet, der muss sich auf endlose Platituden in Ami Slang gefasst machen, a la „Come on, Daddy needs some new shit!“ oder „Why I am the only doing this?“ Ein wenig mehr Vokabular hätte dem jungen Mann gut getan. Ansonsten sind seinen Fähigkeiten, gemessen an denen der Anderen, ein wenig mehr ausgeglichen.

Ein paar neue Waffen hat man sich auch einfallen lassen, wobei das Gros aus dem ersten Teil übernommen wurde. Es gibt jetzt mehr Sprengstoff Sachen, mehr Dinge zum werfen und ein paar neue Baupläne. Mit persönlich hat die Kettensäge sehr gefallen. Auch war mein Eindruck, dass man bei Riptide mehr auf Schusswaffen zugreifen konnte.

Bei den Gegnern wurde auch ein wenig der Polengrips angeworfen. Neben altbekannten Rammern und rotzenden Wasserleichen, wird man nun auch mit mutierenden Forschern, gammelnden Wasserzombies oder schreienden Hexen konfrontiert. Gefallen hat mir dabei, dass man alle irgendwie anders angehen muss um zum Erfolg zu kommen.

Tja, und das war es dann auch. Informellen Quellen zufolge, arbeitet Techland bereits an einem Nachfolger und anderen Projekten. Ich hoffe inständig, dass man beim dritten Teil versucht den Plot auf die nächste Ebene zu heben. Teil 1 war für mich eine Offenbarung, Teil 2 hat immer noch Spaß gemacht und sollte Teil 3 tatsächlich genauso enden, dann war es das für mich. Konstantes herumreiten auf bewährten Konzepten haben wir in der Spielwelt bereits genug, da bedarf es nicht noch einer endlosen Reihe von immer gleichen Dead Island Ablegern.

Mein Tipp für Spieler die den ersten Teil kennen: kauft dieses Spiel nachdem es unter die 20 Euro Marke gerutscht ist, anderenfalls könntet ihr enttäuscht sein.

Auf den ganzen einzelnen Krempel wie Steuerung, Grafik usw. gehe ich gar nicht erst ein, da alles wie beim ersten Teil identisch ist.

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Über arsteutonicus

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