Monatsarchiv: August 2013

Neuigkeiten aus China

Es gibt Dinge, die lassen einen sprachlos zurück. In Shanxi hat man einen sechsjährigen Jungen entführt und ihm in einem Wald die Augen (vermutlich unter Betäubung) herausgeschnitten. Danach blieb er an dem Ort des Geschehens liegen, bis man ihn bewusstlos fand. Das Kind ist in einem Hospital auf dem Wege der Besserung. Es wird davon ausgegangen, dass es sich hier um eine Tat der Organhandel Mafia handelt. Laut Aussage war ein Täter weiblich, mehr Details sind noch nicht bekannt. Mir war bis dato ueberhaupt nicht bewusst, dass man Augen so transplantieren kann.

Wie auch immer, diese Nachricht setzt all den absurden News die wir hier bereits hatten die Krone auf. Kranke, kranke Welt.

Artikel mit Bildern hier.

 


Winterzeit = Reisezeit

Nach einem halben Jahr Arbeit ohne Urlaub, ist es langsam wieder an der Zeit sich nach ein wenig Entspannung umzusehen. Ende Oktober bringt es uns nach Xi’an, dem Herkunftsort von Nicole. Nach 4 Tagen auf dem Land, fliegen wir Im Anschluss zurück nach Shanghai um sofort nach Japan weiter zu reisen. Der Flug bringt uns zunächst nach Osaka und von dort aus per Zug (45 Minuten) direkt nach Kyoto.

Das Leben in Japan ist nicht unbedingt für seine preiswerte Gesellschaft bekannt. Wir entschieden uns, in einem s.g. Ryokan zu nächtigen. Diese traditionellen Gasthäuser überzeugen durch ihre authentische Einrichtung. Aber auch hier zahlt man mindestens 100 Euro pro Nacht. Dies erwartet einen dann:

Futon

Tages Set Up

Dort werden wir so etwa 4 oder 5 Tage verbringen. Im Anschluss geht es wieder per Zug zurück nach Osaka, wo wir uns noch 2 Tage die Stadt anschauen. Dort werden wir wohl in ein westliches Hotel ziehen.

Der Flug von Shanghai nach Osaka dauert gerade einmal 2 Stunden und 10 Minuten. Laut dem auswärtigen Amt, benötigen Deutsche bis zu 90 Tagen Aufenthalt kein Visa: Visabestimmungen Japan

Nun bestellen wir uns erst einmal den Lonely Planet Führer für Japan und speziell für Kyoto um einen Überblick über die „Must Dos“ zu bekommen. Ursprünglich wollten wir auf die japanische Ferieninsel Ishigaki, doch das wäre alles ein wenig zu teuer. Somit konzentrieren wir uns auf diese zwei Städte und können dann endlich wieder ein Land abhaken.


Berichterstattung Ägypten

Ich finde die Berichterstattung über die Geschehnisses in Ägypten befremdlich. Es wird sich über das Vorgehen der Armee moniert, doch die Opfer scheinen mir zu einseitig. Als Beispiel, dieses Bild sehen wir auf dem SPON zwischen diversen blutenden Demonstranten:

Spiegel Online

Die Folgebilder sehen wir aber nicht:

Tank 1

Tank 2

Tank 3

Tank 4

Offensichtlich waren noch ein oder mehrere Soldaten in dem Fahrzeug. Wenn der Mann auf dem Bild den Sturz überlebte, wird er auf dem letzten Bild entweder erschlagen oder die Leiche geschändet. Die Beschreibung solcher Vorgängen vermisse ich in den deutschen Medien.


Karl Knoblauch – Zwischen Metz & Moskau

Umschlag

Dieses Buch liegt bei mir im Moment auf dem Tisch und wird in jeder freien Minute aufgeschlagen. Das autobiografische Werk erzählt die Kriegsgeschichte des Autors Karl Knoblauch aus Hannover, der zunächst beim Herr an der Maginot Linie und zuletzt als Aufklärungsflieger in Russland eingesetzt wurde.

Es ist mein erstes Buch ueberhaupt, dass die Luftwaffe abhandelt. Die Beschreibungen der Einsätze an der Ostfront mit deren Bedingungen sind zum Teil haarsträubend. Wer heutzutage Flugangst hat, kann sich wahrscheinlich nicht im geringsten in die Lage der Kampfpiloten mit ihren Crews von damals versetzen. Die unglaublich hohe Verlustrate beschreibt am besten den Alltag der Flieger in diesen Zeiten.

Die Erzählweise von Knoblauch ist dabei sehr sachlich, strukturiert und interessant (alt-preussisch halt). Es ist so sehr kurzweilig einen Einblick in die Fliegerwelt während des 2. Weltkrieges zu bekommen. Ich kann es nur empfehlen; wie fast alle Bücher zum Thema aus dem Flechsig Verlag.


Neuigkeiten aus China

So, nach einer langen Weile die man auch als Sommerloch deuten könnte, hier mal wieder ein paar Neuigkeiten aus dem tollsten Land der Welt:

1. Wenn das eigene Kind vergewaltigt wird, ist das wohl eines der schlimmsten Dinge die geschehen können. Eine stellvertretende Bürgermeisterin in der Jianxi Provinz sieht das wohl anders. Nach einem Skandal, bei dem ein Lehrer mehrere seiner Schüler vergewaltigte, konnte sie das Verhalten der betroffenen Eltern nicht nachvollziehen. Sie sagte wortwörtlich: wenn jemand ihre Tochter vergewaltige, würde sie von einer Anzeige bei der Polizei absehen um Unannehmlichkeiten für die (kommunistische) Partei zu vermeiden. Ausführlich zum nachlesen: Dreckspack

2. Wikipedia Gründe Jimmy Wales hat zum Ausdruck gebracht, dass er keinerlei Zensur seitens der chinesischen Regierungen zulassen wird. Soweit, so edel. Google wurde nach einer ähnlichen Aussage vor 5 Jahren massiv eingeschränkt, dass steht nun wohl auch dem Wiki bevor. Nicht so schön: Artikel.

3. Bei Taobao – dem Pendant zu Ebay in China – gibt es jetzt eine neue Diät. Die Bildzeitung der Expats in China Shanghaiist hat berichtet, dass Mann von nun an Parasiten (sprich Würmer) dort erwerben kann, die beim abnehmen helfen. Sozusagen ein absichtlicher Bandwurm: Nachlese

Also im wesentlichen alles beim Alten.


Deutsch Nepal – 2 Stücke von Amygdala…

Nun wird es mal musikalisch (wobei das hier wahrscheinlich Auslegungssache ist). Im Moment beschäftige ich mit dem o.g. Amygdala von Deutsch Nepal. Ein übles und gruseliges Machwerk, wie man hier hören kann:

 

 

 

Schlimmes Zeug…

 


Die Entwicklung Pudongs

Ein beeindruckendes GIF wurde mir da zugestellt:

Shanghai Development

Es zeigt Pudong von Puxi Seite aus gesehen 1987 und 2013, in gleicher Perspektive (draufklicken).

 


Erst aufmucken…

…und dann wundern, dass man eine verpasst bekommt: Gebrochene Nase einer Partytusse

Ich fasse dann mal zusammen: es erfolgt eine Festnahme, die Dame spuckt dem Beamten an und wundert sich dann das der dann reagiert. Wie sich herausstellt, stand die Tante auch noch unter Drogen (lt. Blutprobe Chemie, lt. Aussage Joint). Also ab vor Gericht und schauen, ob man daraus nicht ein wenig Geld machen kann. Naja, immerhin bekommt die Tusse nicht das Geld, sondern eine karitative Einrichtung.


Es reicht langsam…

Eigentlich bin ich der erste der Wetter-Meckerern deutet, dass sie sich nicht so anstellen sollen, doch hier in Shanghai reicht es langsam. Mittlerweile hatten wir in diesem Sommer bereits 40 Tage an denen das Thermometer über 35C geklettert ist und mittlerweile ist es seit 27 Tagen ohne Unterbrechung mit über 35C täglich. Nachts geh es nicht mehr unter 30C, wobei selbst die Sintflutartigen Gewitter nicht mehr helfen. Die Höchsttemperatur in Shanghai lag bei 42C und hat somit einen neuen Rekord gesetzt.

Da das alles noch nicht reicht, hat man für diese Woche die nächste Hitzewelle voraus gesagt. Dieses Wetter lässt einen ziemlich abstumpfen. Irgendwie vegetiert man so von einen Tag in den anderen, als ob man eine gewisse Dumpfheit mit sich herum trägt.