Kyoto & Osaka in Japan – pt. 2

Nach einer ausgezeichneten Nacht, haben wir uns erst einmal über das Frühstück hergemacht. Dieses musste einen Tag vorher bestellt als auch bezahlt werden. Nun wollten wir die Stadt erkunden, doch leider regnete es in Strömen. So war es nur schwer meine liebe Gattin von den Vorzügen zu überzeugen, doch als sich die Wolken verzogen hatten, gab Kyoto seinen Charme frei. Der erste Weg brachte uns dann in ein kleines Suppenrestaurant, wie es sie zu hunderten dort gibt.

Für umgerechnet 6 Euro pro Person hatten wir eine ausgezeichnete Udon Suppe, wie  wir sie noch viel haben sollten. Das Restaurant an sich war durch und durch traditionell, man musste die Schuhe ausziehen und wieder saß man auf dem Boden. Augenscheinlich handelt es sich dabei um einen Familienbetrieb, serviert wurde nur von einer Dame in den 50‘ welche ein atemberaubendes Tempo anschlug.

Udon Restaurant

Udon Restaurant

Udon Küche

Udon Küche

Am Boden

Am Boden

Mit Hilfe des Lonely Planet Kyoto Führers orientierten wir uns Richtung Kamo Fluss, der die Stadt in zwei Teile teilt. Das grobe Ziel war der Stadtteil  Gion, bekannt für seine traditionellen Geschäfte aber auch als Amüsiermeile. Da die Straßen Schachbrettartig ausgerichtet sind, kann man sich in Kyoto quasi gar nicht verlaufen. Nach 45 Minuten Marsch erreichten wir den Fluss, der unglaublich sauber scheint. Es ist ein leichtes die ca. 50cm langen Fische darin zu sehen.

Udon Restaurant Fassade

Udon Restaurant Fassade

Gion

Gion

Gion Szene

Gion Szene

Keine Spannungen zu sehen...

Keine Spannungen zu sehen…

Ein wenig weiter nördlich erreichten wir dann Gion, das überraschend unspektakulär ist. Außer ein paar Geschäften, einem zentralen Schrein und ein paar charmanten Gassen gibt es nicht viel zu sehen.  Zeitweise läuft einem hier mal eine Geisha über den Weg, welche man aber lieber diskret behandelt. Wir machten uns also wieder auf die andere Flussseite zur Seiko Passage. Wie der Name sagt, eine überdachte Einkaufsmeile die im Nishiki Markt endet. Hier kann man alles an japanischen Essen finden, was man sich nur vorstellen kann; vom Fisch bis zur Seegurke. Dort in der Nähe findet man auch den obligatorischen Starbucks, in dessen Nachbarschaft sich ein bekanntes Sushi Restaurant befindet. Zusammen mit etwas Sake aßen wir also dort zu Abend, es war fantastisch! Todmüde ging es danach zurück ins Hotel, wo wir nach einem langen, interessanten Tag an der Luft ins “Futon“ fielen.

Sushi Menü

Sushi Menü

Sushi Restaurant

Sushi Restaurant

Ziel des folgenden Tages war der Kiyomizu Tempel auf den Hängen über Kyoto. Von diesem sehr bekannten Touristenziel hat man einen fantastischen Blick über die Stadt und jetzt im Herbst, spielten die Bäume dort alle erdenklichen Farben wieder. Der Weg war grob gesehen der gleichen wie am Tag zuvor, nur etwas weiter. Circa 2 Stunden brauchten wir um zu Fuß dorthin zu gelangen. Schon am Fuß des Berges wurde es voller und die Straße wurde von allerlei Nippesverkäufern gesäumt. Die Besucher kamen aus aller Herren Länder, wobei mir auffiel, das kaum Deutsche darunter waren; bzw. gar keine. Die stärksten Gruppen müssen wohl Italiener und Franzosen gewesen sein.

Kleine Kimonos

Kleine Kimonos

Kiyomizu Schrein

Kiyomizu Schrein

Kiyomizu

Kiyomizu

Kiyomizu Szene

Kiyomizu Szene

Der Tempel an sich ist wunderschön. Am unteren Ende gibt es eine Art Heilbrunnen, aus denen alle trinken. Uns fielen viele Besucherinnen im Kimono auf, doch wie sich herausstellte, waren die meisten davon Chinesen. Nach etwa 45 Minuten waren wir dann aber auch dort fertig und machten uns auf, die Anlage nach Nordosten Richtung „Philosophenweg“ zu verlassen.  Im Prinzip geht man dort von einem Schrein/Tempel zum nächsten, so dicht sind diese Dort in den Wald gebaut worden. Bei dem Wetter das wir hatten, ein tolles Erlebnis. Zum Mittag gab es eine ausgezeichnete Soba Suppe.

Kiyomizu Brunnen

Kiyomizu Brunnen

Kiyomizu Ausblick

Kiyomizu Ausblick

Gegen 16 Uhr brachen wir langsam Richtung Hotel auf, wobei uns wieder der Fluss als Orientierung half. Zwischendurch kehrten wir in einem kleinen Yakitori Restaurant ein, wo es diverses auf Spießen ueber Holzkohle gegrillt gab. Interessanterweise machen diese Restaurants i.d.R. erst um 18 Uhr auf, darauf sollte man sich einstellen. Ein wenig heißer Sake sorgte für die nötige Bettschwere. Auch kulinarisch gesehen war dieser Tag wieder ein voller Erfolg.

Am Kyoto Kamo Fluss

Am Kyoto Kamo Fluss

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Über arsteutonicus

Zu lange hier und zu wenig dort. Aber immer irgendwie am richtigen Platz. Zeige alle Beiträge von arsteutonicus

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