Kyoto & Osaka in Japan – pt. 4

Am Morgen verließen wir also unser Ryokan gen Osaka und machten uns wiederum zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof. Der Ticketkauf für den Bummelzug war dieses Mal nicht ganz so einfach, also mussten wir an einen Schalter, wo das Thema in 2 Minuten erledigt war. Ein Ticket für 6 Euro pro Person sollte uns in 60 Minuten nach Shin-Osaka bringen, einer der beiden Hauptbahnhöfe. Dieser Zug war dann auch entsprechend voller, da er auch von Pendlern genutzt wurde.

In Shin-Osaka verließen wir den Zug und machten uns zum Taxistand auf. Eine zehnminütige Fahrt brachte uns für 12 Euro zum Hotel, dem Crowne Plaza ANA Osaka im Stadtteil Umeda. Später erfuhren wir, dass der Hauptbahnhof Osaka gleich um die Ecke liegt und man hätte bequem zu Fuß das Hotel erreichen können. Es ist mir ein Rätsel warum auf der Hotel Website Shin Osaka als Bahnhof angegeben wird, zumal unser Zug ohnehin beide angefahren hätte.

Osaka Hotel Ausblick

Osaka Hotel Ausblick

Im Hotel Ernüchterung. Ein 1A  Zustand konnte nicht über den fehlenden Service hinwegtäuschen. Keine Bell Boys die mit Koffern helfen, kein Hinweise auf Executive Check-in bei Ankunft, generelle Kühle des Personals um das Wort Arroganz nicht zu benutzen. Kurz: das Gegenteil von Kyoto.

Der Fluss Yodo in Osaka

Der Fluss Yodo in Osaka

Unser Zimmer auf dem Executive Floor im 21. Stock war nett. Sehr sauber mit einem neu wirkenden Eindruck und von der Größe her mehr als erwartet.  Es war noch früh am Tag, also kundschafteten wir zunächst das Hotel aus. Das Fitnessstudio ist zweckmäßig und auch ein Spa samt Pool ist vorhanden. Leider muss man aber selbst als Hotelgast noch einmal 1,500 Yen (10 Euro) bezahlen, wenn man dies nutzen möchte. Meines Erachtens nach ein Unding, selbst wenn das Spa ein Onsen (traditionelles japanische Bad samt Ruheraum, Massage und Sauna) innehat. Ein großes Manko.

In der Executive Lounge herrscht eine Atmosphäre wie im OP, denn in puncto Sterilität steht diese in nichts nach. Um dem ganzen einen drauf zu setzen war der Service unter aller Sau, bis auf eine Ausnahme. Selbst in China achtet man besonders in diesem Bereich darauf, dass Kompetenz herrscht. Beim Angebot gab es auch Abstriche, so war die Essensauswahl zur „Teatime“ und am Abend zur „Happy Hour“ mehr als spärlich. Alkohol nur zur Happy Hour, während man sich bei der Konkurrenz den lieben langen Tag abschießen darf. Nicht unbedingt nötig, doch als Alternative zu einem Regentag willkommen.

Nach diesen ernüchternden Erkenntnissen machten wir uns auf das Umfeld zu erkunden. Wie es der Zufall will, ist das Hotel direkt neben dem Amüsierviertel. Eine Hostessbar (hat nix mit Puff zu tun [meistens]) reihte sich an die nächste, Restaurants in rauen Mengen und zwischendrin kleinere Läden in denen man von Bier, hin zu Mangas und schließlich noch Dildos alles kaufen kann. Besonders zugesagt hat uns das Angebot dort leider nicht, sind wir schließlich keine s.g. Partygänger. Selbst wenn wir in Betracht gezogen hätten so ein Etablissement zu besuchen, die Preise sind doch ganz erheblich. Neben Eintritt gibt es noch Mindestverzehr und irgendeine Pauschale aus der ich nicht schlau wurde. Summa Summarum habe ich ausgerechnet, dass man für einen Tisch mindestens 100 Euro ausgeben muss, wenn man überhaupt reinkommt.

Osaka Amuesierviertel

Osaka Amuesierviertel

Osaka Clubs

Osaka Clubs

Interessant sind am Abend auch die „Verkäufer“ der einzelnen Bars. Diese sind entweder Herren in schwarzen Anzügen oder ältere Damen in Kimonos. Diese versuchen dann die Bürohengste die im Rudel nach 20 Uhr durch die Straßen ziehen, in ihre Häuser zu locken. Eine schmuddelige oder gar anrüchige Atmosphäre wie bspw. in Hamburg kommt da aber überhaupt nicht auf. Interessant ist zu sehen, dass ausschließlich Männer da unterwegs sind, es sei denn eine Hostess läuft auf dem Weg zur Arbeit an dir vorbei.

Wir sind dann zurück ins Hotel und haben uns am übersichtlichen Lounge Buffet satt gefuttert, gepaart mit  2 Stunden Feuer frei Alkoholika. Die erste Nacht in einem Bett nach 5 Nächten auf dem Futon war spektakulär!

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Über arsteutonicus

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