Neuigkeiten aus China

Wer mal einen Zoo in China besucht hat, wird den Aufenthalt vielleicht nicht ganz so genossen haben, wie man das aus anderen Hemisphären kennt. Zwar kann man die Existenzberechtigung eines Zoos stets und immer in Frage stellen, doch zumindest kann man sich Mühe geben die Tiergehege so authentisch wie möglich zu halten. Wie auch immer, der Zoo in Shanghai beispielsweise hat eine umfassende Renovierung durchgemacht und kann als akzeptabel bezeichnet werden. Im Hinterland allerdings sieht das häufig anders aus.

Eine der fragwürdigsten Angewohnheiten von chinesischen Tierliebhabern ist das Füttern der Wesen mit allen möglichen Dingen. Wenn dann Dummheit und der Darwin Award noch mit einspielen, kommt dies dabei heraus:

Tiger 4

Tiger 1

Tiger 2

Tiger 3

Diese Fotos stammen aus dem Zoo in Chengdu. Der Typ ist über den Ast auf der letzten Aufnahme ins Gehege des weißen Tigers geklettert und wollte ihn mit Reis füttern, den er im Rucksack mit sich führte. Wie man sieht, hatte das Tier mehr Interesse an einem Happen Fleisch. Leider wurde ihm das nicht gegönnt, denn Pfleger haben den Tiger schnell betäubt und damit die Haut des Vollidioten gerettet.

In Hong Kong schlägt man sich derweil mit anderen Problemen herum. Speziell aus Shenzhen (Mainland China) kommen stets viele Touristenhorden und kaufen Billigläden wie Chanel,  Louis Vuitton oder Cartier leer. Soweit so gut, so banal. Leider benehmen sie sich dabei nicht sonderlich gut, wobei man ja eigentlich aus dem gleichen Genpool stammt. Somit kommt es immer wider zu Demonstrationen (die  in HK ja erlaubt sind) gegen die Heuschrecken vom großen roten Bruder. Vor 2 Tagen ist es dann mal wieder eskaliert, als Touristen die Demonstranten angriffen:

HK 4

HK 1

HK 2

HK 3

Auf den Schildern sind hauptsächlich Ressentiments gegen Mainland Chinesen zu lesen, von wegen das sie die Ressourcen auf brauchen und die Teuerungsrate vorantreiben. Beides wohl nicht ganz von der Hand zu weisen. Ein paar haben die Gelegenheit gleich genutzt sich die Engländer als Verwaltungsmacht wieder zurück zu wünschen, scheinbar sehr verwirrte Personen. Generell ist der Rummel größer als verdient, denn es waren gerade einmal 100 Demonstranten.

So manchem Rotchinesen treibt das aber die Zornesröte ins Gesicht, schließlich sieht man sich ja als gleiches Volk an. So reibt man sich freilich die Hände, wenn nämlich die Sonderstellung HKs wegfällt und damit die KP volle Kontrolle über die Stadt erhält (was sie insgeheim bereits hat).

Zu guter Letzt noch ein Blick in den fernen Westen Chinas, wo sein Muslimen Problem sich mal wieder manifestiert. Nach einer Attacke in Xinjiang sind 11 Menschen getötet worden (8 durch Polizei, 3 durch Selbstmordattentat), Bilder zum Bericht gab es nur 2:

Ui 2

Ui 1

Die Berichterstattung darüber ist mal wieder mehr als dürftig.

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Über arsteutonicus

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