Monatsarchiv: März 2014

Kundenservice eines Privathotels

Man stelle sich vor, man sucht ein Hotel in einem fernen Land in dem man noch nie war. Das angeschriebene Hotel ist klein und kein Bestandteil einer Kette, also fragt man über die Info-Adresse nach mehr Information, in etwas so:

Hallo zusammen,

wir interessieren uns für oben genannten Zeitraum. Je nach Buchungslage kann es auch eine andere XXX sein. Bevor wir verbindlich buchen, mochte ich gerne anfragen in wie weit die Anlage ruhig und das Umfeld gestaltet ist (kleine Shops und Restaurants).

Viele Gruesse aus XXX,
XXX XXX

 

In freudiger Erwartung auf mehr Informationen, wartet man nun auf eine detaillierte Antwort, glaubt man schließlich, es liegt im Interesse des Eigners das Haus schmackhaft zu machen. Hier nun die Antwort:

 

Sehr geehrter Herr XXX,
 
um sich ein Bild ueber unsere Anlage zu machen sollten Sie die Meinungen
XXX lesen. Machen Sie sich bitte selbst ein Bild und entscheiden Sie fuer sich.
 Die aktuelle Belegung aller unserer XXX koennen Sie immer im
Verfuegbarkeitskalender einsehen.
 Mit dem Online Formular auf unserer Homepage koennen Sie dann,
wenn gewuenscht, Ihre Reservierung durchfuehren.
Mit freundlichen Grüßen/Yours sincerely
XXX und XXX

Sehe ich das zu eng oder ist diese Antwort auch hiermit zu übersetzen: lese dich gefälligst selber schlau und gib mehr darauf was andere sagen als ich das tue. Ansonsten bevorzuge ich es ohnehin, wenn du alles mit der Maschine auf meiner Website erledigst und mich nicht weiter mit individuellem Kundenservice behelligst.

 

Naja, wir werden jedenfalls dieses Haus nicht in Betracht ziehen, aber so wie sich die Antwort liest, ist dies dem Eigner ohnehin egal.


Wie es ist, in einer der 10 gefährlichsten Städte der Welt zu leben…

…zumindest, was Naturkatastrophen angeht. Hier die Top Ten der „Swiss Re“, welche ja stets einspringen muss, wenn die armen Versicherungen durch geologische und meteorologische Großereignisse an den Rand des Ruins gebracht werden:

Kobe 1995

10. Teheran im Iran > Problem: Erdebeben

9. Los Angeles in den USA > Problem: Erdbeben

8. Shanghai in China > Problem: Hochwasser durch Taifune

7. Kalkutta in Indien > Problem: Zyklone und Tsunamis

6. Nagoya in Japan > Problem: Erdbeben mir daraus resultierenden Tsunamis

5. Jakarta in Indonesien > Problem: Erdbeben und Taifune

4. Kobe in Japan > Problem: Erdbeben

3. Hong Kong > Problem: Zyklone

2. Manila auf den Philippinen > Problem: Taifune

1. Tokio in Japan > Problem: Erdbeben und Tsunamis

 

Also wie ist es? Unspektakulär! In mehr als 7 Jahren gab es bisweilen 3 Taifune bei denen ich sagen würde, das war mal außergewöhnlich. Just letzten September hatten wir ja so einen. Die Todesfalle bei solchen Stürmen in Shanghai sind entweder durch unglückliche Zufalle (Fenster aus Wolkenkratzern gedrückt oder Kran stürzt um) oder Mitbewohner die den Darwin Award verdienen zu erklaeren („auch wenn der Tunnel gesperrt ist, ich muss da jetzt noch durchfahren!“).

Ansonsten glaube ich, dass man in Shanghai ganz gut darauf vorbereitet ist. Tunnel und Parkgaragen im Übermaß überflutet sind mir jedenfalls noch nicht untergekommen.

Interessant ist aber allemal die Gewichtung in Asien.


Neuigkeiten aus China

Wenig relevantes geschieht im Moment im tollsten Land der Welt, daher im Telegrammstil:

+++Etliche Angehörige der verschwundenen Malaysia Airlines Boeing sehen sich belogen von den Offiziellen Stellungnahmen und gehen daher in den Hungerstreik über. Ob das die Maschine schneller auftauchen lässt sei dahingestellt.+++Nachdem ja jeder weiß, dass man mit Dynamit gut fischen kann, hat es in Sichuan ein Fischer mit Pestiziden versucht. 50 Tonnen Fisch wurden vergiftet. Einen ähnlichen Vorfall gab es in der Region bereits einmal, da hatte aber der Fischer einen ganzen Fluss unter Strom gesetzt.+++Lokale Reiseagenturen in Shanghai bieten jetzt Versicherungen gegen Smog an. Man hat also Anrecht auf Storno bei zu viel Smog während des Aufenthaltes. Bemessungsgrundlage de facto nicht vorhanden; Schildbürger.+++ein Mädel in Shanghai hat ihren eigenen Suizid auf Instagram dokumentiert. Details hier in Englisch. Ein neues Hoch der degenerierten Prinzessinnen Generation in China.+++


Lappach / Lappago in Südtirol

Das hier ist Lappach – oder im italienischen Lappago:

Dorfansicht

Als Teil der Gemeinde Mühlwald, befindet sich dieses Dorf am Ende eines Tales in 1,450 Meter Höhe. Es ist ein idealer Ort, um von dort aus Touren auf die umliegenden Gipfel zu starten. Nicht weit von dort befindet sich der Neves-Stausee:

Dieser bezeichnet sozusagen das Ende des Einschnitts, wo alle Straßen praktisch aufhören. Beim Besteigen der dahinter gelegenen Berge hat man auf c. 2,500 Meter bereits den Blick auf die österreichischen Alpen frei.

Warum ich das hier breit trete? Ganz einfach, im Rahmen von Jugendgruppen war ich dort 5 Mal in den 90′. Diesen Sommer führt uns der Weg dort wieder hin, diesmal aber allein.  Ich verspreche mir einen Ritt zurück in Kindheitstage, denn sehr wahrscheinlich, steigen wir sogar in der gleichen Pension wie damals ab.

Der Urlaub an sich wird auf ‚aktiv‘ ausgelegt sein. Jeden Tag wandern, viel mehr kann dort nämlich auch nicht machen. Allein die Luft wird uns erst einmal vom Shanghai Dunst in den Lungen befreien, so versprechen wir es uns jedenfalls.


Neuigkeiten aus China

Eine neue Gelegenheit an der Menschheit zu zweifeln, geben uns mal wieder Polizisten in Sichuan, Südchina. Auf den folgenden Bildern ist zusehen, wie am 4. März der Hund eines Obdachlosen neben ihm erschlagen wird. Ich könnte jetzt darüber schwadronieren, inwiefern streunende Hunde in Ländern in denen Tollwut noch präsent ist eine Gefahr sind oder die Art & Weise des Liquidierens anprangern, aber irgendwie fehlen mir da die Worte, bei so viel fehlendem Einfühlungsvermögen.

Dog 1

Dog 4

Dog 3

Dog 2

Dog 5

Schweinepriester.


Warum keine Religion

Religion why


Ist Helsinki…

…eine Reise wert? Es steht im Raum einen  Flug mit Finnair zu buchen und auf dem Rückweg ein paar Tage in Finnland zu verbringen (Sommer). Aufgrund der Lage kommt nur Helsinki in Frage, also ein Stadtbesuch.


Neuigkeiten aus China – oder so…

Uygur Terrorists

Uygur Terrorists

Während man im Osten des Kontinentes kräftig an der Demontage Europas arbeitet, hat China sein ganz eigenes Problem das ja bekanntlich hin und wieder auftaucht. Wie auch in Deutschland berichtet, hat ein uigurischer Stoßtrupp von um die 10 Mann in Kunming am Bahnhof 29 Menschen mit Messern und Macheten hingemetzelt, 130 (!) wurden verletzt.

Neu ist das alles nicht, nur der Ort ist etwas besonderes. Während es solche Ereignisse hin und wieder in der Unruheprovinz Xinjiang gibt, hat man es diesmal direkt nach Rot-China getragen. Versuche gab es bereits vorher, aber meistens scheiterten diese, wie bspw. eine Flugzeugentführung während eines Fluges von Urumuqi nach Peking.

Die unglaubliche Opferbilanz liegt daran, das reguläre Polizisten in China keine Schusswaffen haben. Solche haben nur Spezialeinheiten, die s.g. schwarzen Einheiten, welche man nur selten sieht. Unter den Opfern befinden sich im übrigen auch 3 Polizisten. Etliche Angreifer wurden nach einer Stunde erschossen, 2 oder 3 festgenommen. Die KP schweigt sich mal wieder über Details aus, was wohl auch damit zusammenhängt, dass man Übergriffe auf muslimische Uiguren in anderen chinesischen Städten als Racheakt vermeiden will.

Uigure

Hui Chinesen

Der Uiguren Weltverband in München sollte sich ganz genau überlegen, wie sie mit dem Vorgang umgehen. Viel Gutes ist von deren Seite nämlich nicht zu erwarten, wie deren Statements zu den Unruhen 2009 und diversen kleineren Scharmützeln bereits bewiesen. Schade nur, dass die friedliche Minderheit der muslimischen Hui in China mal wieder durch das Turk Volk der Uiguren in den Dreck gezogen wird. Seltenst wird ein Unterschied zwischen beiden Gruppen gemacht, die sich allerdings so deutlich in  der Mentalität unterscheiden.