Monatsarchiv: Juli 2014

Bedarf erkennen: die Raketenangriff App

So schlimm das auch alles ist was dort in Israel bzw. im nahen Osten geschieht, jemand hat dort einen Bedarf entdeckt und entsprechend gedeckt. Wir präsentieren die wahrscheinlich sinnvollste App die es je gab, sollte man sich gerade im Krieg befinden:

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Red Alert

Die Red Alert App von Yo! warnt geordnet nach Region vor der aktuellen Raketenangriffsgefahr seitens der Hamas oder ähnlich gelagerten Irren. Entwickelt von einem ehemaligen Panzerfahrer der ISF kann man so getrost an seiner illegalen Siedlung rumbasteln, bevor das Iphone einen in den Bunker schickt. Angeblich kann man sich auch den Warnton aussuchen, warum nicht „The end of the world as we know it“ von REM?

Bisher nutzen 300K die App auf Android und 100K auf dem Iphone. Erfindergeist die Welt einst rettet!

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In Slaughter Natives ist zurück

Nach vielen Jahren der Ruhe und dem Dahinscheiden von Cold Meat Industries, gibt es endlich neues Material von In Slaughter Natives. Das Album heißt Cannulla Coma Legio und besteht aus einer Mischung von neuen Arbeiten als auch älteren Abmischungen von bereits bekanntem. Am besten gefällt mir das folgende Stück, wenn es auch abgrundtief böse ist:

Ein komplett neues Album wurde ebenfalls angekündigt, ein Grund zur Freude!


Keine gute Woche zum Fliegen

Bei den Nachrichten der vergangenen 7 Tage kann einem schon der Spaß (sofern man den dabei hat) am Fliegen vergehen.

Angefangen hat es natürlich mit der MH17 über der Ukraine mit 298 Toten, gefolgt von dem TransAsia Crash in Taiwan mit 48 Toten und nun noch Swift Air/Air Algerie mit um die 116 Toten in Mali. Jemand der nicht unbedingt zum Fanclub des fliegenden Gewerbes gehört – also so jemand wie ich – der macht sich da schon seine Gedanken. Aber ist das nicht eigentlich eine zwangsläufige Entwicklung? Mehr und mehr Flugverkehr, mit Passagieren als auch Fracht? Muss da nicht auch die Unfallrate steigen, trotz weiter entwickelter Technik? Kann man als Außenstehender wohl schwer beurteilen.

TransAsia Crash Site

 Während wir bei MH17 wohl von menschlichem Versagen am Boden ausgehen können, hat es die Maschine in Taiwan sehr wahrscheinlich beim Landeanflug aufgrund eines Taifuns ausgehebelt. Auch die Maschine in Mali ist u.U. in ein Unwetter geraten, denn es hieß, es seien starke Gewitter in der Region gemeldet worden. Das erinnert mich an unseren Taifun Flug nach Langkawi/Malaysia, unschöne Geschichte.


Wer in einem Büro arbeitet…

…der wird diesem Bild sicherlich etwas abgewinnen können:

Meeting


Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: chinesisches Spaßbad

Shanxi – China, Juli 2014. Die Sonne brennt, hinein ins kühle Nass…

Pee 4

Pee 1

Pee 2

Pee 3

Anmerkung: das rote Schild besagt: „Bitte nicht springen!“ Humoristische Anleihe seitens des Bademeisters oder Kalkül?


Shanghai als Luftkurort

Erstaunlich gute Luft in Shanghai seit einer Woche, trotz Hitze (+/-35C) und rund-um-die-Uhr Air Conditioning in allen Haushalten (vs. Energieverbrauch vs. Produktion in Kohlekraftwerken).

AQI 7-22

Morgens sind auch die Straßen leerer als sonst, sollte Shanghai dieses Jahr frueher als gedacht in die Sommer Dämmerung verfallen? Die Schulferien haben bereits angefangen, was zumindest den eingeschränkten Berufsverkehr erklärt. Neben der relativ guten Luft ist die Sicht auch sehr klar, so wandern am Wochenende hunderte von Canon und Nikon Besitzern durch die Stadt, auf der Suche nach dem richtigen Licht. Ich habe mich schon immer gefragt, wo landen die Millionen von Bildern die jeden Tag von Semi-Profis geschossen werden?

Worüber man sich so freuen kann, wenn es zu hause jeden Tag als normal gegeben ist….


Und wieder Malaysia Airlines…

Die betroffene 777

Es ist einfach unglaublich, wozu Menschen in der Lage sind. Wieder ist eine Malaysia Airlines Maschine verloren gegangen, doch diesmal weiß man was geschehen ist. Der Abschuss (machen wir uns nichts vor, auch wenn es nicht 100% bewiesen ist) ist die aktuelle Krönung des Ukraine Konfliktes, die es nur schwerlich zu übertreffen gibt. 298 absolut Unbeteiligte wurden hier getötet, viele von ihnen auf dem Weg zu einer AIDS Konferenz in Melbourne.

Wir sind bereits häufig Malaysia Airlines geflogen, weshalb uns das Ganze bereits wie der verschwundene Flug MH370 sehr beschäftigt. Die Airline dürfte den Totalverlust von 2 Maschinen in so kurzer Zeit nicht so leicht verkraften, vor allem wenn man noch bedenkt, wie viele Passagiere durch den Prestigeverlust nach den Vorfällen ausbleiben. Auch die zu leistenden Schadenersatzzahlungen oder auch Bergungskosten dürften nicht unerheblich sein. Es ist sehr schade um Malaysia Airlines, denn lange Zeit durfte sich der Carrier zusammen mit Singapore Airlines und Cathay zu den besten Asien zählen.

Man kann nur hoffen, das jenes Rasseln der Säbel das unverzüglich nach dem Absturz  auf beiden Atlantikseiten begann, nicht allzu ernst enden wird. Alle Kraft den Angehörigen der Passagiere und der Crew.


Das war Sri Lanka pt. 3

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Nun zur letzten Station unserer Reise, Rekawa Beach im Süden Sri Lankas, 20 km östlich von Tangalle. Zugegeben, als wir die „Zufahrt“ (Buckelpisten Feldweg im Nirgendwo) zum Hotel Sanjis Seaside Cabanas entlang fuhren hat uns beinahe der Schlag getroffen, selbst der Fahrer hat uns kritisch gefragt „Habt ihr schon bezahlt?“ Einmal aber das Tor durchschritten, waren wir plötzlich wieder in der Zivilisation. Das Hotel – oder besser das Hostel – ist traumhaft gelegen, am einsamsten Strand den wir je sahen. Circa 4 km lang gibt es am Rekawa Beach außer 3 kleinen Hostels und einer kleinen Fischerbucht nichts außer Palmen, Strand und ein paar Wasserbüffel. Ungelogen gab es einen Tag, an dem wir für 6 Stunden am Strand lagen und gerade einmal 3 Personen sahen.

Die Zimmer waren äußerst angenehm. Alles offen und wenn Glas, dann großflächig, Dusche im freien und auf das einfachste beschränkt. Kein TV, keine AC, kein Kühlschrank, kein Telefon, lediglich Internet ist vorhanden. Für uns war das ja nicht das erste Mal, dass wir absichtlich solcherlei Entbehrungen gewählt haben, in Vietnam und Kambodscha haben wir unsere Hotelwahl ebenfalls danach getroffen. Was uns also bevorstand, waren 8 Tage Entspannung pur in einer Umgebung frei von Reizen die uns sonst Zeit kosten. Selbstverständlich muss man bei solch einem asketischen Lebensstil mit sich selbst und seinem Partner im Reinen sein, ansonsten kann das böse enden. Internet, Bücher, Kartenspiele und Spaziergänge haben dafür gesorgt, dass wir uns nicht an die Kehle gesprungen sind; Mission erfüllt.

Die Tage plätscherten so vor sich hin. Außer uns war noch ein Hong Kong/Frankreich Pärchen da, mit denen wir uns aber nicht weiter befasst haben. Frühstück und Abendessen wurden stets am Strand serviert(HP gebucht, da im Umkreis nichts ist), das Wetter spielte bis auf einen Tag stets mit. Das Personal war wieder klasse, wenn auch extrem langsam. Standardspruch: 5 minutes! Aber es ist ja nicht so, dass ich erst seit gestern in Asien bin… Eine Alkohollizenz hat das schöne Haus leider nicht inne, somit gab es auch keine Bar oder ähnliches, nur Bier und auf Bestellung Wein. Das nächste Dorf war 15 Minuten mit dem Tuktuk entfernt, somit war man der Entsagung ausgeliefert. Das es für mich 8 Tage kein Fleisch gab will ich gar nicht erst erwähnen, Seafood, Fisch und mal ein Hühnchen, das war alles. Ein Freund hat die Behauptung aufgestellt, ich wäre auf einem Entgiftungsurlaub; wenn auch ungewollt.

Schwimmen kann man dort übrigens nicht. Die Wellen und Strömung machen es unmöglich tiefer als bis zur Hüfte ins Wasser zu gehen, alles andere wäre Suizid. So wundert es nicht, dass an diesem Strand so ein oder zwei Touris pro Jahr über den Jordan gehen. Apropos, der Besitzer erzählte mir von der Tsunami Welle an dieser Stelle 2004, die um die 9 Meter hoch war. Es gab wohl viele Opfer dort, weil die Anwohner so etwas nicht kannten. Das endete mit Fischern die ins Meer gingen als das Wasser sich zurückzog, um die Fische einzusammeln oder neues Land abzustecken. Das diese Leute keine Chance hatten sollte klar sein. Jetzt gibt es ein Frühwarnsystem das zweimal im Jahr ausprobiert wird.

Beeindruckend war auch die Fauna dort. Wir haben gesehen: Affen, Krebse, Büffel, wilde Hunde, Riesenwarane (2 Meter!), Arbeitselefanten, Riesenschildkröten, geschätzte 1 Trillion Vögel. Man war sprichwörtlich mitten in der Natur, wobei wir allerdings hoffen, dass dieser Zustand in Rekawa noch lange anhalten wird. An einem Nachmittag rief mich einer der Hotelboys aufgeregt zum Strand, man könne Delfine sehen. Leider war mir das vergönnt, sie zeigten sich nicht mehr.

Der Transfer zum Flughafen Colombo sollte wieder von unserem ersten Fahrer erledigt werden. Ich bestellte ihn für 7 Uhr morgens, obwohl der Flug erst 14:05 Uhr ging, doch die Distanz von 230km ist in Sri Lanka zeitmässig nicht zu unterschätzen. Da kam er schon am Vorabend und übernachtete in einer hoteleigenen Unterbringung für solcherlei Gelegenheiten. Viel geholfen hat das scheinbar nicht, denn unterwegs ist er einmal auf dem Highway eingepennt. Wir waren aber freundlich genug, den Hotel Manager mit zu nehmen, der auch nach Colombo musste. Die Fahrt an sich zog sich tatsächlich 5 Stunden hin, trotz neuem Nord/Süd Highway. Am Airport angekommen gleich Check-in, Duty Free Wein und Schokolade, ab zum Flieger. Der war diesmal ein wenig neuer, mit einem A340-200. Noch besser war, dass meine Frage nach Notausgangssitz berücksichtigt wurde, somit wurden es entspannte 6 Stunden 50 Minuten; dachte ich. Die erste Hälfte des Fluges war brutal. Gleich nach dem Start bis zum Golf von Bengalen hat es das Drecksflugzeug nur rumgeschüttelt, das zeitweise der Service eingestellt wurde und mir ein Glas Rotwein aus der Hand geschlagen wurde. Ab Thailand ging es dann wieder wie auf Schienen, verrückt.

In Shanghai war es erwartungsgemäß schwer Freitagnacht ein Taxi am Flughafen zu bekommen. 45 Minuten Schlange stehen war angebracht, bis wir einen üblichen Jinjiang Grumpy Driver bekamen. Zu Hause noch bis 3 Uhr morgens auspacken und Wäsche waschen, ab in die Heia. Das war Sri Lanka 2014.


Das war Sri Lanka pt. 2

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Das zweite Ziel brachte uns nun in das Hotel „Wunderbar“ am Bentota Beach. Wie der Name zu Recht vermuten lässt, gibt es eine Affinität zu Deutschland. Der Eigner hat wohl etliche Jahre in Bremen verbracht.

Auch hier begrüßte uns gähnende Leere, denn gerade mal 2 Zimmer inklusive unserem waren belegt. Als erstes fiel aber wiederum das sehr freundliche Personal auf. Beim Zimmer ging es zweckmäßig zu, wobei uns am besten gefiel, dass wir endlich mal in einen Pool springen durften. Am außergewöhnlichsten aber war die Bahnlinie, die zwischen Hotel und Strand verläuft. Man sitzt quasi beim Essen und in 10 Meter Entfernung rauscht der alte Zug durch (siehe Foto). Der Strand war ganz nett, aber auch ebenfalls leer. Am ersten Tag haben wir wie so häufig in unseren Urlauben eine Wanderung Richtung Norden unternommen, während der wir diverse Male von Tourguides angesprochen wurden und einmal sogar von einem Drogendealer. Ein Ereignis, dass während unseren gesamten Aufenthaltes nur einmal vorkam. Der Strand selbst war ganz nett, lädt jedoch aufgrund des Seegangs nicht zum schwimmen ein. Somit beschränkten wir uns lediglich auf tägliches Joggen, gefolgt vom Eintauchen in den erfrischenden Pool.

Das Hotel hatte eine eigene Schildkrötenaufzucht, die man auch nicht müde wird ausgiebig zu bewerben. An einem Abend dann wurden wir eingeladen Baby Schildkröten frei zu lassen. Das war ganz nett und beeindruckend zu sehen, wie diese winzigen Panzerträger von allein dem Instinkt folgend ins Meer rennen. Honoriert haben wir das Ganze mit einer Spende. Ob das jetzt eine Touri Nummer war, sei mal dahingestellt, der Eindruck jedenfalls kam zeitweise auf.
Ansonsten verbrachten wir die 3 Tage dort nur am Pool.

Für das WM Spiel Deutschland gegen Algerien habe ich mich aus dem Bett gepuhlt und um Mitternacht das Spiel zusammen mit dem Hotelpersonal verfolgt. Der Rest des Aufenthalts war eher unspektakulär, jedoch sehr entspannend.


Das war Sri Lanka pt. 1

Nun, der zweite Trip brachte uns nach Sri Lanka mit drei Stationen: Colombo, Bentota und Tangalle/Rekawa. Mir Sri Lanka Airlines ging es direkt in 6 Stunden und 50 Minuten von Shanghai nach Colombo. Die Crew war wirklich spitze, das Flugzeug allerdings 100 Jahre alt (A330-200, schätzungsweise Baujahr 1996).

Direkt am Flughafen um 6 Uhr morgens wurden wir von einem Fahrer angesprochen, den wir im Nachhinein noch 3 Mal engagieren sollten. Er brachte uns umgehend zum Highbury Inn, eine private Pension in Colombo. Die Eigner waren verständlicherweise etwas überrascht von unserer frühen Ankunft, aber so ist das nun mal wenn du so ein Unternehmen hast. Für extra 20 Dollar konnten wir auch gleich als einzige Gäste einchecken.

Aufgrund des akuten Schlafmangels durch unseren Übernachtflug, haben wir dann erst einmal ein paar Stunden nachgeholt. Gegen Mittag durften wir dann die ersten Eindrücke unserer Unterkunft sammeln.

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Wir machten uns gleich auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Was liegt also näher, als sich gleich zur berühmten Galle Road aufzumachen, welche nur 5 Minuten vom Hotel entfernt liegt. Der Küstenstreifen mit seiner Bahnlinie gab uns einen ersten Eindruck über das, was uns die nächsten 2 Wochen erwarten sollte.

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Nach einem wirklich guten stärkenden Mahl bei einem Inder, ging es via Tuktuk zum Galle Face, einem zentralen Platz an der Küste nahe dem Fort.

In den folgenden Tagen sind wir dann noch über Märkte geschlendert, haben einige Sehenswürdigkeiten abgeklappert und uns Edelsteine angesehen. Alles in allem eine sympathische Stadt, die allerdings auch ihre Armut nicht verbergen kann. Colombo hat uns gut gefallen, 2 Tage zum erkunden reichen aber unserer Meinung nach völlig aus. Das kann anders ein, wenn gerade ein Festival oder ähnliches stattfindet, doch wir machten uns nach 2 Tagen auf den 80km langen Weg Richtung Bentota. Was wir auf jeden Fall aus diesen Stadt mitnahmen, war der erste Eindruck über die unglaubliche Freundlichkeit der Einheimischen. Etwas, was uns noch die nächsten 2 Wochen begeistern sollte. Mehr Bilder aus Colombo…

Für den Transfer haben wir wieder den gleichen Fahrer gebucht, der uns auch schon zum ersten Hotel brachte (Kontakt später hier in einem anderen Beitrag). Die Fahrweise mit seinem Toyota Prius war so sicher, dass wir uns wie eine Arche im Trubel der Straßen auf Sri Lanka fühlten. Dennoch benötigten wir für 80km 3 Stunden, da wir uns entschieden die alte Straße entlang der Kueste mit mehr zu sehen zu fahren, anstatt dem neuen Highway.