Monatsarchiv: August 2014

Chinabezug bei Bioshock – Infinite

Im Moment spiele ich Bioshock Infinite von K2. Der 3. Teil spielt so ca. 1912 in einem alternativen Amerika, in dem sich eine Stadt aus Unzufriedenheit mit dem System vom Erdboden losgelöst hat, um fliegend weiter zu existieren. Beherrscht wird diese urbane Fluggesellschaft durch eine rassistische und autokratische Elite, die sich als weiße Amerikaner zur Herrenrasse erkoren haben. Primäre Feinde des Systems sind Mexikaner, Iren, Schwarze und Chinesen.

Bei den Chinesen hat man sich wirklich detailliert Mühe gegeben einen historischen Hintergrund mit einzubeziehen. So wurde der Boxeraufstand bspw. von der amerikanischen Elite niedergeschlagen und wird so in einem „Museums Level“ auch dargestellt. Die chinesischen Schriftzeichen an den Wänden ergeben allesamt einen Sinn, was bei den meisten Spielen nicht der Fall ist (bei Infamous Second Son z.B. wurde. Schriftzeichen in den Straßen völlig abseits des Kontext benutzt). Richtig verwundert hat mich gestern allerdings der Moment, in dem mich ein chinesischer Gefangener mit Gweilo鬼佬) beleidigte. Ein richtig fieses Wort, dass man heute eigentlich nur noch selten zu hören bekommt.

Neben diesem historischen Querverweis lernt man auch noch etliches über die US-amerikanische Geschichte. Zwar ist und bleibt es ein Ego Shooter, doch die Story macht wirklich  was her. Das beste Spiel seit langem.

Finde ich richtig gut, wenn sich Spieldesigner die Mühe machen Authentizität mit einzubringen. Das zeugt von Herz an der Sache! Da lass ich mich auch mal als Gweilo betiteln…

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Wem dieses Ice Bucket Zeug auch auf die Nerven geht…

…der wird sich über kleine Anmerkungen wie diese freuen:

Ice Bucket

 


Der Mord an James Foley

Wie die meisten wissen, wurde der 40-jaehrige Journalist von der ISIS vor laufender Kamera mit einem kleinen Messer enthauptet (sprich: der Kopf wurde nicht abgeschlagen, sondern langsam abgeschnitten). Es ist nicht das erste Mal das so etwas geschieht, im Internet kursieren Dutzende solcher Videos und Bilder.

Man ist dazu geneigt zu sagen, wer sich in Gefahr begibt, der kommt darin um. Aber das ist zu einfach. Ohne Leute wie James Foley würden wir nicht wissen was außerhalb unserer Welt geschieht, deshalb ist es wichtig, dass solche Menschen ihrer Berufung nachgehen über Missstände in den ärmsten oder gefährlichsten Regionen der Welt zu berichten. Nur so kann man sicher sein, unabhängige Nachrichten präsentiert zu bekommen. Nur so kann man erkennen, wo geholfen werden muss und nur so kann man zu schätzen wissen, in was für einer friedvollen Region wir leben. Ich jedenfalls habe groessten Respekt vor Reportern wie ihm und hoffe das so etwas nicht wieder geschieht. Ein ziemlich naiver Wunsch.

Hier die letzten Worte seiner Eltern: Find James Foley


Neuigkeiten aus China

Zur Abwechslung mal Dinge, die so gewichtig sind (also nicht Personen die in Metros urinieren oder mit der Mofa durch die Fußgängerzone pflügen), dass man sie auch ausgiebig in Deutschland diskutiert.

Zunächst hätten wir da einen Bayern, der es für nötig hielt seine Ex samt neuen Freund in Xiamen auf offener Straße mit einem Messer als auch Hammer zu ermorden. Ist zwar schon 3 Jahre her, doch das Todesurteil gab es erst gestern. In nächster Distanz muss es in Peking noch bestätigt werden, dann knallt es auf irgend einem Feld.

Das Todesurteile gegen Ausländer ausgesprochen werden ist nicht unüblich, allerdings handelt es sich dabei i.d.R. um Drogendelikte und Kriminelle aus 3. Welt Ländern. Die letzte Woge gab es vor 4 Jahren, als ein Engländer aufgrund Drogenschmuggels hingerichtet wurde. Fader Beigeschmack: er war partiell geistig behindert. Solche Situationen bedeuten natürlich Ausnahmezustand für den diplomatischen Dienst auf mittlerer Ebene. Die niederen Beweggründe und Umstände machen diesen Fall mal wieder speziell, sie soll wohl auf offener Straße um ihr Leben bettelnd vor ihm nieder gekniet haben und er hat ihr mit dem Hammer den Schädel eingeschlagen. Schön ist das nicht…

Dann haben wir da noch einen Skandälchen um die Deutsche Welle, jene Volksempfänger Station die Menschen um den Globus herum mit der Maxime versorgt: am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Die Website der DW hat auch eine Diskussionsplattform auf der es hoch her ging zum Thema Tian An Men Square Massaker. Während eine chinesische Korrespondentin der DW die volle Schuld auf Seiten der chinesischen Regierung sieht, grätscht ein Herr namens Frank Sieren als selbsternannter Sino Messias dazwischen und behauptet das dies einseitig ist. Der Jungspund macht innerhalb Chinas hauptsächlich mit seinem monatlichen Spam Attacken namens „Sieren’s neuester Artikel“ von sich reden, auch 2 oder 3 Bücher zum Thema sind ihm wohl entsprungen. Persönlich stecke ich ihn in die selbe Schublade in der man auch Wieland Wagner vom Spiegel findet und die ist nicht besonders hoch gelegen.

Nun, die Deutsche Welle hat sich in ihrer Reaktion jetzt von ihrer Mitarbeiterin getrennt, hauptsächlich wohl auch auf eine Fotomontage ihrerseits zurück zu führen:

Zugegeben, ein bissl‘ polemisch ist das schon aber dennoch einen Punkt setzend. Die Reaktion der DW Administrative halte ich für überzogen, aber weltweit steht man gerne mal im Verdacht sein Fähnchen in den Wind zu hängen. Eine facettenreiche Diskussion zum Thema ist sicherlich ratsam, ich selbst habe ja bereits geschrieben, dass auch diverse Sicherheitsbeamte bei den Protesten vom Mob verbrannt, erschlagen und gelyncht worden sind. Gewalt erzeugt nun einmal Gegengewalt, doch von wem der Startschuss ausging sollte klar sein; zerquetsche Studenten unter Panzerketten sprechen da eine deutliche Sprache. Jegliche Relativierung ist da unangebracht.

Kudos an Frau Tong und ich werde jetzt mal meinen Spam Schutz im Outlook gegen Sieren verstärken.


In Zeiten am Abgrund, muss es erlaubt sein…

…sich einmal mit der Liebe zu beschäftigen. Wie macht man dies besser, als sich an der animalischen Lust unsere Fauna ein Beispiel zu nehmen. Hier sehen wir eine Landschildkröte beim zarten Liebesspiel mit einem…..Wok:

 

Und weil das noch nicht aufbauend genug ist, hier noch der neueste Werbespot von QQ, der die vielseitigen Facetten einer Gans im Haushalt widerspiegelt:

 


Deutsche Amazon Lieferung nach China

In der globalisierten Vorhölle in der wir leben ist es kein Problem, bei Amazon Deutschland Bücher zu bestellen und sie nach China liefern zu lassen, sofern man willig ist 25 Euro Lieferkosten zu berappen. Da der Sparfuchs diktiert, findet man sich vor Ort dann immer zu Bestellgruppen zusammen, bei denen man 1 oder 2 Euro an Porto spart.

Was mit allerdings stets ein Rätsel bleibt, ist die fragwürdige Logistik Disposition seitens Amazon Deutschland. Wir haben 9 Bücher bestellt und diese kamen in 4 Paketen an. 2 von diesen Paketen am gleichen Tag. Nicht nur der Kostenstruktur muss da den Gnadenstoß versetzen, auch der Umwelt zuliebe sollte man so etwas doch besser planen können?! Wohlgemerkt, bei der Order haben wir angeklickt das Paket in so wenig Einheiten wie möglich zu teilen. Wirklich schade, dass man bei ZVAB nicht ins Ausland liefern kann. Die haben nicht nur die bessere Auswahl, sondern auch die besseren Preise.

Ich sehe da Verbesserungsbedarf. Das hier war übrigens für mich dabei:

Hans Herbert Grimm – Schlump

Erich Maria Remarque – Das gelobte Land

Erich Maria Remarque – Der Feind

Franz Kurowski – Ludwig Havighorst


Neuigkeiten aus China

Lange keinen Abriss der Medienlandschaft im tollsten Land der Welt geschrieben, also ziehen wir das jetzt noch mal durch.

In der westlichen Welt weitgehend unbeachtet, gab es es vor 3 Tagen mal wieder ein schweres Erdbeben in Yunnan, das bis dato 410 Menschen das Leben kostete. Magnitude war wohl um die 6.5 auf der Richterskala. Ein Beben dieser Stärke wird bspw. in Japan nur müde als Erschütterung für Mädchen belächelt, wo die Bausubstanz aber starke Mängel aufweist, da kann es schon schwere Schäden anrichten. 80,000 Chinesen haben ihre Obdach verloren.

Ein Fleischskandal hat vergangene Woche einige Köpfe rollen lassen. Ein Zulieferer für Mc Donalds, Papa Johns und KFC hat offensichtlich weit abgelaufenes Fleisch weiterverarbeitet und ausgeliefert. Die Folge war, dass in sämtlichen MCD Filialen Chinas nur noch Fischburger verkauft wurden. Was denen da an Umsatz flöten gegangen ist möchte man gar nicht wissen. Schockierender finde ich aber, wie schmal die Zulieferer Breite bei den größten Fastfood Ketten des Landes ist. Man bedenke, wie viel Millionen Menschen dadurch von nur einem einzigen fleischverarbeitenden Betrieb versorgt werden.

24 Bushaltestellen wurden in Nanjing innerhalb einer Nacht geklaut. Da fällt mir schlicht und ergreifend nichts zu ein…


Einfach geschmacklos…

…aber lustig:

 

Geschmacklos