Neuigkeiten aus China

Zur Abwechslung mal Dinge, die so gewichtig sind (also nicht Personen die in Metros urinieren oder mit der Mofa durch die Fußgängerzone pflügen), dass man sie auch ausgiebig in Deutschland diskutiert.

Zunächst hätten wir da einen Bayern, der es für nötig hielt seine Ex samt neuen Freund in Xiamen auf offener Straße mit einem Messer als auch Hammer zu ermorden. Ist zwar schon 3 Jahre her, doch das Todesurteil gab es erst gestern. In nächster Distanz muss es in Peking noch bestätigt werden, dann knallt es auf irgend einem Feld.

Das Todesurteile gegen Ausländer ausgesprochen werden ist nicht unüblich, allerdings handelt es sich dabei i.d.R. um Drogendelikte und Kriminelle aus 3. Welt Ländern. Die letzte Woge gab es vor 4 Jahren, als ein Engländer aufgrund Drogenschmuggels hingerichtet wurde. Fader Beigeschmack: er war partiell geistig behindert. Solche Situationen bedeuten natürlich Ausnahmezustand für den diplomatischen Dienst auf mittlerer Ebene. Die niederen Beweggründe und Umstände machen diesen Fall mal wieder speziell, sie soll wohl auf offener Straße um ihr Leben bettelnd vor ihm nieder gekniet haben und er hat ihr mit dem Hammer den Schädel eingeschlagen. Schön ist das nicht…

Dann haben wir da noch einen Skandälchen um die Deutsche Welle, jene Volksempfänger Station die Menschen um den Globus herum mit der Maxime versorgt: am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Die Website der DW hat auch eine Diskussionsplattform auf der es hoch her ging zum Thema Tian An Men Square Massaker. Während eine chinesische Korrespondentin der DW die volle Schuld auf Seiten der chinesischen Regierung sieht, grätscht ein Herr namens Frank Sieren als selbsternannter Sino Messias dazwischen und behauptet das dies einseitig ist. Der Jungspund macht innerhalb Chinas hauptsächlich mit seinem monatlichen Spam Attacken namens „Sieren’s neuester Artikel“ von sich reden, auch 2 oder 3 Bücher zum Thema sind ihm wohl entsprungen. Persönlich stecke ich ihn in die selbe Schublade in der man auch Wieland Wagner vom Spiegel findet und die ist nicht besonders hoch gelegen.

Nun, die Deutsche Welle hat sich in ihrer Reaktion jetzt von ihrer Mitarbeiterin getrennt, hauptsächlich wohl auch auf eine Fotomontage ihrerseits zurück zu führen:

Zugegeben, ein bissl‘ polemisch ist das schon aber dennoch einen Punkt setzend. Die Reaktion der DW Administrative halte ich für überzogen, aber weltweit steht man gerne mal im Verdacht sein Fähnchen in den Wind zu hängen. Eine facettenreiche Diskussion zum Thema ist sicherlich ratsam, ich selbst habe ja bereits geschrieben, dass auch diverse Sicherheitsbeamte bei den Protesten vom Mob verbrannt, erschlagen und gelyncht worden sind. Gewalt erzeugt nun einmal Gegengewalt, doch von wem der Startschuss ausging sollte klar sein; zerquetsche Studenten unter Panzerketten sprechen da eine deutliche Sprache. Jegliche Relativierung ist da unangebracht.

Kudos an Frau Tong und ich werde jetzt mal meinen Spam Schutz im Outlook gegen Sieren verstärken.

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