Monatsarchiv: Dezember 2015

2015 – Umzug, Job & Kind

Koerner bunch

Das war es, heute ist der letzte Arbeitstag für dieses Jahr in meinem Job, den ich im März diesen Jahres antrat. Vergangenes Jahr um diese Zeit war ich zu Besuch in Deutschland, um eine neue Herausforderung zu finden. Felix war noch wohlbehalten im Bauch der Mama, China ging mir immer noch gehörig auf den Sack.

Jetzt haben wir einiges hinter uns. Einen Umzug um die halbe Welt, der kleine Sprössling der am 8. April zur Welt kam und nach 8 Jahren Abwesenheit einen neuen Job für mich zurück in der Heimat. Nicole tauschte Firma gegen Kind, Metropole gegen Dorf, Selbstbestimmung gegen Verantwortung für ein anderes Leben.

Das alles ging so reibungslos über die Bühne, dass ich mich frage, womit wir das verdient haben. Alles hat geklappt, ob es der neue Wagen war der gleich nach Ankunft bereit stand, die perfekte Wohnung die ich jenseits der Makler Aasgeier fand, der Erfolg in komplett neuen Job, die reibungslose Geburt von Felix, schlichtweg jedes Details ging ineinander über wie ein fein justiertes Zahnrad. Lange hatten wir nicht mehr so viel Glück und wir hoffen, dass es eine Weile so weitergeht, denn alle Pläne sind längst noch nicht abgeschlossen.

Nun liegen 14 Tage Urlaub vor uns, in denen wir 1.800 km quer durch Deutschland fahren werden um jeden während der Feiertage ein wenig von unserem Glück Felix abzugeben. Oma, Opa, Tante, Großtante, alle die in Reichweite sind werden bedacht. Schade, dass Oma und Opa aus China nicht teilhaben können, doch das Kapitel wird in der zweiten Jahreshälfte 2016 neu geschrieben, wir arbeiten daran.


Kleine Dinge erhellen den Tag: das Kaarster Kreuz ist fertig

Es gibt Dinge, die sind eher irrelevant, beeinflussen aber deinen Alltag auf irgendeine Art. Wenn es da eine Dauerbaustelle gibt, die dir jeden Tag Zeit raubt, dann ist es für dich ein Grund zur Freude, wenn diese endlich fertiggestellt wurde.

Kaarster Kreuz

Ich würde sagen, die Baustelle am Kaarster Kreuz hat mich täglich 20 Minuten Lebenszeit gekostet. Das macht wöchentlich 100 Minuten, monatlich 400 Minuten und damit 6+ Stunden die ich dort zugebracht habe. Comedy MP3s und Dark Ambient waren stets meine Begleiter auf dem Weg, nun brauche ich sie nicht mehr. Schön. Ich freue mich für meine Pendler Partner und die Urlauber die in den nächsten Wochen auf der Bahn zu ihren Lieben düsen…


Patrick Quigley – Grenzland

Das etwas andere Buch. Erzählt wird die Geschichte einer Kindheit in Irland, auf dem Höhepunkt des Konfliktes mit dem vereinigten Königreich in den 50’/60′. Man bekommt einen Eindruck davon vermittelt, wie einfach gestrickt das Leben auf der Insel selbst noch in so junger Vergangenheit war, vor allem für die Landbevölkerung. Die Bosheiten die sich Kinder gegenseitig antuen können, sind ebenfalls schwere Kost.

Der Schreibstil ist dabei sehr anspruchsvoll. Vieles bleibt unausgesprochen und muss assoziiert werden, es macht Spaß die ausgeschmückten Beschreibungen der Sachverhalte zu deuten und in den Kontext zu setzen.

Das Buch selbst habe ich durch Zufall beim ZVAB gefunden, als ich nach Literatur zum Nordirlandkonflikt suchte. Es scheint erschreckend wenig zum Thema zu geben, zumindest in Romanform. Daumen hoch für dieses Werk!


Wenn dein Auto nach der Inspektion kaputter ist als vorher…

Stell dir vor, du kaufst dir einen relativ neuen Benz und kommst in den Genuss, die Gebrauchtwagen Garantie der Daimler AG nutzen zu dürfen; den sogenannten jungen Sternen. Die Crux daran, du musst die Inspektion in deren Werkstätten erledigen, wo sie unverhältnismäßig mehr ins Geld geht als anderswo.

Habe ich also meine B-Klasse zur 1A Inspektion gebracht, bei MB Rhein Ruhr Düsseldorf. Wenn mein Board Computer mir das nicht gesagt hätte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, denn der Wagen lief perfekt. Bei Abholung musste ich dann 495 € berappen, für Ölwechsel (Öl allein 158 €), Arbeitsstunden und Bremsflüssigkeit Wechsel. Soweit, so teuer.

Ich fahre die 22km zurück ins traute Heim und beim Abstellen fällt mir bereits auf, der Motorlüfter röhrt wie eine A320 Maschine beim Take-Off. Auf dem Weg stand ich im Stau, kann ja sein, dass er heiß lief. Der Wagen steht nun 2 Tage, bis ich ihn wieder starte. Siehe da, der Lüfter geht unmittelbar nach dem Start wieder an und läuft auch durch. Also am Montag wieder zur Werkstatt. Dort kann man im Laufe des Tages keinen Fehler finden , bzw. keine Ursache (Kabelbruch, Mader Schaden, Sonden, etc.). Lt. Berater hat man schlicht die Software runter geschmissen und neu aufgesetzt, danach war der Lüfter aus. Aus Kulanzgründen, würde man mir mal nichts dafür berechnen (!).

Also nochmal zum mitschreiben, ich bringe mein einwandfreies Auto zur Inspektion, bekomme es beschissen wieder, man findet keine Ursache und zeigt sich dann großzügig indem man mir für meinen  Mehraufwand nichts berechnet. Sehr galant, liebe Daimler AG.