Monatsarchiv: Juli 2017

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Heinz G. Konsalik – Sie waren 10

Ja, ich lese den Hausfrauen-Schwartenschreiber mit seiner lasziv ordinären Erotik. Was nämlich kaum jemand weiß, der Mann – oder sein Ghostwriter – hat erstklassige Weltkriegs Bellestrik am Beginn seiner Autorenkarriere auf das Papier gebracht. Sie waren 10, ist eines der letzten Konsalik Bücher auf meiner Liste, das sich noch mit dem Thema beschäftigt.

Plot: 1944 steht das 3. Reich vor dem Abgrund und die SU setzt zu den großen Sommeroffensiven an. Die deutsche Abwehr unter Canaris beschließt 10 deutsche Offiziere mit russischen Verflechtungen in der Familie über Moskau abzusetzen, um Stalin direkt im Kreml zu ermorden. So kühn, so dumm. Die Geschichte berichtet vom (erfundenen) Hergang, wobei diese phantasievolle Anekdote mit zahlreichen realen Begebenheiten verflochten wird. Wenn man nicht aufpasst, glaubt man fast was man da liest.

Es liest sich wie jeder Weltkriegs Konsalik (Die Rollbahn, Strafbatallion 999, usw.) einfach, über Strecken spannend und als Buch simpel unterhaltend. Konsalik hat sich nicht auf die Fahne geschrieben, gänzlich neue Blickwinkel aufzuzeigen, sondern siedelt eine Agentengeschichte wie zufällig in den Wirren der kriegsmüden Sowjetunion an. Hierbei bedient er sich den altbekannten Stilmitteln wie subtiler Gewaltdarstellung, leichter Hausfrauenerotik und heroischer Landserromantik. Alles drei kombiniert wird wohl jeder Literat als Beleidigung ansehen, ich allerdings finde es unterhaltend, sodass es mir schwerfällt die Schwarte mit ihren annähernd 500 Seiten am Abend aus der Hand zu legen, um ein wenig Schlaf zu finden. Einfache Unterhaltung eben, dass was ich zum Tagesende brauche.


Die erste Reise nur mit Auto, 7 Tage Umag in Kroatien…

…der ein oder andere weiß, ich hasse fliegen, auch wenn ich das sicherlich schon 100 Mal getan habe. In diesem Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, mich nicht in so eine Aluminium Tube zu setzen, sondern ein erfahrbares Ziel zu erkunden. Raus kam dabei die Insel Krk in Kroatien, die mit 1.300 km Entfernung noch in Reichweite liegt. Gesagt, getan, Hotel für einen Zwischenstopp in Brannenburg (Bayern) und auf der Insel direkt an der Küste gebucht. Als guter Deutscher lassen wir nichts anbrennen, selbst Vinietten für Slowenien und Österreich habe ich beim ADAC vorab bestellt. Man sieht, alle Widrigkeiten sind vorab ausgeschlossen und es könnte so schön sein, doch was wenn das Hotel dir 5 Tage vor Anreise mitteilt, dass es überbucht ist, deine Reservierung somit storniert wurde? Tja, Arschkarte, also seid gewarnt, sollte jeman auf die Idee kommen diese Bumsbude zu buchen: Hotel Drazica Vorsicht!

Wir haben dann in einer Hauruck Aktion eine Ferienwohnung gebucht, die zweite Premiere in puncto Urlaub. Diese liegt in Umag, 100km weiter nördlich von Krk, fast an der Grenze zu Slowenien und heißt Eva Apartments:

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Morgens um 10 Uhr sind wir gestartet und benötigten knappe 6 Stunden bis Rosenheim /Brannenburg. Unsere Rast hätte sich nicht besser gestalten können, idyllisch im Wald gelegen mit grandiosem Ausblick auf die Münchner Tiefebene. Zusätzlich machten uns Preise wie in Magdeburg 1992 glücklich, sodass wir uns lukullisch gehenlassen konnten. Am nächsten Tag verließen wird das Haus früh und freuten uns bereits auf den Stopp während der Rückfahrt.

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Die zweite Etappe haben wir im Sturm genommen, kein Stau, – nicht einmal am Karawankentunnel – konnte uns noch aufhalten, sodass wir 15 Uhr bereits am Ziel waren. Eine tolle Wohnung erwartete uns, die sauber, geräumig und mit einer riesigen Dachterrasse garniert war. Freundliche Eigner begrüßten uns, um gleich einen Eindruck über die tolle kroatische Gastfreundschaft zu geben, die uns in den kommenden Tagen noch vielfach begegnen sollte. Auch vom Standort hätten wir es nicht besser treffen können, teilweise Seeblick mit 100 Metern bis zum Strand und ein Kaufland ums Eck machten alles fußläufig erreichbar.

Roof

Die Tage vergingen schnell. Die Stadt Umag ist größentechnisch überschaubar, die touristischen Attraktionen und Restaurants konzentrieren sich um den Hafen herum. Sandstrände sucht man vergebens, es gibt ausschließlich steiniges Terrain am Wasser. Beim Essen wechselten wir uns täglich ab, ein Tag wurde auswärts gespeist, ein Tag selbst gekocht (was aufgrund der Ausstattung und den nahegelegenem Supermarkt wirklich einfach war). Zweimal am Tag führte uns der Weg zum Meer, wobei in der Mittagszeit der kleine Furzknoten stets ein Nickerchen brauchte; zusammen mit Papa. So ein Tag am Meer zehrt halt ein des Kindes Kräften. An 5 Tagen raffte ich mich sogar früh morgens zu einem 6 km Lauf durch die Innenstadt auf.

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Nur an einem Tag haben wir uns ins Auto gesetzt, um die Umgebung zu erkunden. Innerhalb von 3 Stunden haben wir einen Radius von 30km erfahren und konnten ein paar Eindrücke vom Leben dort sammeln.  Besonders beeindruckend war das nicht, die Zeit tickt dort halt etwas entspannter und man legt den Fokus eben auf Agrarwirtschaft (Früchte, Oliven, Wein) und Tourismus.

Alles in allem war dieser Urlaub die entspannteste Zeit die wir bis dato verlebt haben. Die gemütliche Anreise, die tolle Rast in Bayern und das verlangsamte Leben in den Tag hinein haben uns sehr tollen Urlaub beschert. Kroatien hat uns mit Sicherheit nicht das letzte mal gesehen, wir freuen uns auf den nächsten Trip in dieses tolle Land. Allen Familien die eine besondere Zeit miteinander verbringen möchten, dürfen wir diesen kinder- und gastfreundlichen Landstrich nur empfehlen.

Nicole

P.S. beim Rückweg war uns nicht bewusst, dass es der letzte Ferientag der Bayern war. Dementsprechend war es ein Desaster, auf das ich hier lieber nicht eingehen will…


War ne‘ lange Pauser hier…

…ist aber auch viel los gewesen. Wenn der Beruf und das Privatleben dir alles abverlangen, kann man sich nicht mit Banalitäten wie einem Blog auseinander setzen. Jetzt im Sommerloch scheint es fast so, als ob der Alltag ein paar freie Minuten erlaubt, um niederzuschreiben was wichtig war, ist und sein wird. Dabei dreht es sich natürlich um alles was in den vergangenen Wochen geschehen ist, vom Urlaub in Kroatien bis zum G20 Gipfel, vom neuesten Buch bis hin zur neuesten Trophäe auf der Playstation. Machen wir also weiter.