Archiv der Kategorie: Deutschland

Umzug, Renovierung, doch der kleine Mann wächst weiter…

Auch in Wochen höchster Beschäftigung bleibt der Alltag nicht aus. Der kleine Mann ist seit September im Kindergarten und er gedeiht dort prächtig. Schon interessant zu sehen, welche Fortschritte in welchem Tempo sich dort vollziehen; seien es Verhaltensmuster, Sprachkenntnisse oder intersoziales Agieren. Es stimmt einen ja fast schon melancholisch, dass es so schnell geht. Ich denke es kann nur von Vorteil für ein Kind sein, wenn es bereits vor dem Erreichen des dritten Lebensjahres in solch eine Gemeinschaft eingebunden wird.

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Vorher –> Nachher Teil 2

Alte Küche raus, Wand entnommen, Durchlauferhitzer durch neuen Warmwasserklreislauf ersetzt, Vertäfelung entfernt, sämtliche Fliesen aus dem Jahr ’83 entfernt.

Neue Nolte Küche eingebaut (Schaffrath MG), Induktionskochfeld, schwarze Glasfliese anstelle eines Spiegels, Barcounter, Grohe Amatur und sämtliche Geräte von AEG.


Vorher –> Nachher Teil 1

Alte Buderus Gasheizung ohne Reservoir BJ ’97

 

Nigelnagelneue Brötje mit 120L Reservoir und neuem Warmwasserkreislauf


Flugratten töten?

Unsere liebe Hausverwaltung wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass alle lebensvereinfachenden Massnahmen für Tauben einzustellen sind. Im Idealfall auch noch Spieße auf Fensterbänken anbringen und ggf. Nester entfernen, so sieht wohl der perfekte Mieter aus.
Jetzt zschiept und gurrt es seit Wochen vor unserem Fenster, also habe ich mir mal angesehen, was da draußen so abgeht. Zwei flauschige Tauben Küken bewohnen dort ein Nest mit ihren Eltern, was soll ich jetzt also tun? Wenn es nach unserer Hausverwaltung geht, muss ich jetzt wohl das Nest samt Vogelnachwuchs runterwerfen, das können sie sich aber abschminken. Klar muss man den Zuzug nicht unbeding fördern, doch deswegen werde ich noch lange kein Tierquäler oder was weiß ich….


War ne‘ lange Pause hier…

…ist aber auch viel los gewesen. Wenn der Beruf und das Privatleben dir alles abverlangen, kann man sich nicht mit Banalitäten wie einem Blog auseinander setzen. Jetzt im Sommerloch scheint es fast so, als ob der Alltag ein paar freie Minuten erlaubt, um niederzuschreiben was wichtig war, ist und sein wird. Dabei dreht es sich natürlich um alles was in den vergangenen Wochen geschehen ist, vom Urlaub in Kroatien bis zum G20 Gipfel, vom neuesten Buch bis hin zur neuesten Trophäe auf der Playstation. Machen wir also weiter.


Die Terrorfrage bei der BuTa Wahl in 2017…

…lässt sich doch – wenn man die Entscheidung einzig und allein auf den Umgang mit der momentanen Bedrohung und ihren Faktoren herunterbricht – mit einer einzigen Frage beantworten. Möchte ich jemand wählen, der aus dem Bild unten rechts Profit zieht oder jemanden der die linke Seite als Maxime seines Handelns ansieht?

entscheidung

Meiner Meinung nach eine simpel zu beantwortende Frage.


2016 verabschiedet sich…

…leider so wie es begann und sich konsequent fortsetzte. Was soll man da noch schreiben, im Prinzip ist alles gesagt. Aus tausenden von Quellen brodelt es zur Oberfläche, Beileidsbekundungen, Analysen, Opfer Charts und Rückblicke über die verheerendsten Anschläge der vergangenen Dekade allein um Benchmarks zu schaffen.

Interessant an dieser Stelle das Verhalten der Berliner auf diversen Videos. Keine Panik, Hilfsbereitschaft, ruhiges Handeln, optimale Katastrophen Minimierung im Anschlags-Nachgang. Gut gemacht.


Was unterscheidet Fitnessstudios in Deutschland zu China?

Wie wir hier sehen konnten: Gyms in China ist ein Besuch in einem Gym in China recht abenteuerlich und kaum mit dem in Deutschland zu vergleichen. Genau genommen, gibt es aber auch bei uns ein paar Charaktere, die es wohl in jedem Studio gibt und die in puncto ‚Groteske‘ ebenfalls nicht ganz unerheblich sind:

flexx-fitness

Folgende Individuen sind mit in meinem Flex aufgefallen:

Der Abklatscher

Hier haben wir einen in der Regel männlichen Sportler in seinen 20er, der sein Erscheinen im Gym zelebriert und entsprechend gehuldigt werden will. Jeden der ihn auch nur einmal zugenickt hat, hält er die schwitzige Pranke zum Abklatschen hin, dass der Schweiß nur so über die Geräte plattert. Bist du gerade mitten in einem Set, stellt er sich neben dich und wartet tatsächlich, bis du fertig bist, nur um das Ritual zu vollziehen. Im schlimmsten Fall labert er währenddessen. Überflüssig zu erwähnen, dass bei der Verabschiedung sich das gleich noch einmal vollzieht.

Die Labertasche

Dieser spielt in einer ähnlichen Liga wie der Erstgenannte. Zuhause wird ihm kein Gehör geschenkt, so flüchtet er sich in die temporäre Anonymität des Gyms, wo er wildfremden Leuten erzählen kann, was niemand hören will oder gar interessiert. Grob wird es, wenn sich so ein Individuum auf einem Cardio-Gerät neben dir platziert und man quasi für mindestens eine Trainingseinheit an ihn gebunden ist. Das Sozialprotokoll verbietet es dabei, sich einfach die Kopfhörer in die Ohren zu stecken, um den Laberer eine Abfuhr zu erteilen. Warum ist das so?

Der Rentner

Es liegt in der Natur der Sache, das wir hier einen etwas fortgeschrittenen Sportsfreund haben. Vor allem morgens trifft sich ein eingeschworener Kreis von alternden Cross Trainern, um alles zu teilen worum es im Leben noch geht: Krankheiten. Ähnlich wie beim Morgenschwimmen, grüßt jeder jeden und empfängt Neuankömmlinge mit der unverfänglichen Frage: „Na, was macht die Gesundheit?“ In retour erhält man ein Zusammenfassung von Ischias Zuständen, Gastritis Plagen, Rheumaattacken oder auch Blasenschwäche. Auf kurze Sicht gesehen, ein sehr witzige Nutzergruppe, langfristig eher nervig, denn bei den Gesprächen belagert man gerne mal ein oder zwei Geräte für eine gefühlte Stunde.

Die Leser

Hier haben wir eher weibliche Sportler 40+, die auf den Geräten den Brockhaus auspacken und für 3 Stunden im Schneckentempo Sport treiben, um dabei lesen zu können. Dieses Phänomen muss mir mal noch wer erklären, denn zumindest die physikalische Ertüchtigung erschließt sich mir nicht.

Der Dokumentar

Meist mit einem kleinen Heft bewaffnet, wird jede noch so kleine Bewegung dokumentiert. Überall am Körper hängen Kabel und Zähler jeglicher Couleur, um nach dem Sport alles haarklein im Internet zu dokumentieren. Die geistige Zerstreuung die so eine Ertüchtigung mitbringen sollte, bleibt dabei völlig auf der Strecke.

Der Pumper vor dem Herren

Verdunkelt sich das Innenlicht abrupt, hat die 2 x 2 Meter Kante das Heiligtum betreten. Hierbei handelt es sich meist um ein Männchen, das entweder Mehmet, Kai oder Vitali heißt und mehr oder weniger zum Inventar gehört. Jeder kennt hin, jeder blickt ehrfürchtig zu ihm auf wenn er 200 KG auf der Bank drückt und allein 2 andere Sportler damit beschäftigt sind, als Absicherung hinter ihm zu stehen. Bewaffnet mit einer 5L Flasche isotonischer Plörre und Bananen mümmelnd fachsimpelt er mit dem Personal, wie er beim Faszien Training noch einen halber Millimeter mehr am Unterarm bekommen kann oder die Definition am Unterschenkel optimiert. Bei Frauen wirkt er wie ein teures Gemälde, schön anzuschauen – aber zu Hause will ihn keiner.

Diese Version gibt es übrigens auch als burschikos weiblich und sie rülpst mit den Männern gerne um die Wette.

Der/die Gezwungene

Hier haben wir jemanden, der da gar nicht sein will. Entweder hat der Partner etwas gesagt, der Arzt hat Druck gemacht oder allgemein steht ein Bikini Urlaub an. Man sieht seine Unlust förmlich, zwischen jedes Set zwängt sich eine 10-minütige Pause in der am Telefon gespielt wird. Das Sport Intermezzo dieser Gruppe währt in der Regel nur kurz, nach ein paar Wochen sind sie wieder verschwunden, können aber mit der Mitgliedskarte ganz vorn in der Geldbörse immer noch bei den Mädels punkten. Durch ihre lange Belagerung der Geräte und den damit verbundenen nichts tun, kann es schnell zu Konflikten mit eben diesen kommen.

Der ‚Wer?‘

Man sieht ihn/sie häufig, keiner hat jemals mit ihm/sie geredet und überhaupt ist die ganze Person schwer sozial integrierbar in diesem Mikrokosmos. Immer mit Kopfhörern im Ohr, unempfänglich für Konversation verfolgt das Individuum seinen Trott, egal was um es herum geschieht. Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Nur der Sache verschrieben.

Das dürfte dann ich sein, in 2 Jahren habe ich mich nicht einmal mit jemanden dort unterhalten, aber das ist ja auch keine Bibliothek, sondern ein Sporttempel. Meine Meinung…


Erkenntnisse des Monats Juni…

Erkenntnis 1:

Wenn Musik mit der du aufgewachsen bist, auf dem ‚Trend Radiosender‘ WDR 4 läuft, dann ist das ein Zeichen dafür, dass du nicht mehr ganz zum jungen Eisen gehörst. Das Rad des Radioprogramms dreht sich halt weiter, genau wie die individuelle Zellteilung.

Erkenntnis 2:

Opdenhövel und Scholl harmonieren wie Bier und Schokolade. Know-How von Scholl trifft arrogantes Fragen abarbeiten von Opdenhövel, der den Esprit eines WC Enten Vertreters versprüht. Das blanke Gegenstück sind Welke und Kahn, da ist Humor drin, da ist Schlagfertigkeit abseits des Scripts an der Tagesordnung und überhaupt, passt die Sympathie zusammen.

Erkenntnis 3:

Europäer haben zu einem gewissen Anteil vergessen, welcher Organisation sie die längste Friedensphase der Geschichte auf dem Kontinent zu verdanken haben. EU Austritte, Trump, Erdogan, Putin…man könnte meinen es ist egal, wenn Hein Blöd am Steuer sitzt, wenn wir sowieso auf der Titanic fahren.


Landestypische Rückspiegelschoner…

Belgien lediglich als Platzhalter, bitte keine wertenden Reflektionen…

Womit man so sein Auto verzieren kann, ist schon beeindruckend. Fahnen die über die Motorhaube gespannt werden, Rückspiegelüberzieher, Haifischflossen für das Dach, Radkappenapplikation, Federboa für den Rückspiegel usw. usf. Im Supermarkt wird der identitätsstiftende Kommerz noch auf die Spitze getrieben und im Schlecker oder Centershop kriegst du Ohrringe, Ringe, Mützen, Klopapier, Gummistiefel sowie derbe tiefgreifende Autobiografien von 22-jährigen Nationalspielern – einfach alles lässt sich super mit Landesfarben verhökern.

Es entbehrt natürlich nicht einer gewissen Ironie, wenn der Rasensport Teutone seine Liebe zur Nation mit dem Kauf von EM Toilettenpapier manifestiert. Meine persönliche Bereitschaft, im Reißverschlusssystem auf der A52 defensiv Verkehrsteilnehmer mit den Spiegelschonern beim Einfädeln zu bevorzugen, ist jedenfalls stark eingeschränkt, wenn ich sehe welche Auswüchse der Hobbypatriotismus derzeit hat. Ich bin nicht sicher woran das liegt, aber beim Anblick vom Fahnen stülpt sich mir der Magen um, unabhängig davon wen sie gerade vertreten sollen.