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The Evil Within Review

Lange keinen Review mehr geschrieben, machen wir das also mal…

Es war an der Zeit, dass auf den Konsolen ein Genre wiederbelebt wurde, mit dem die meisten Spieler in den ’90 aufgewachsen sind: das Horror Survival Spiel. Der Japaner Shinji Mikami – als einer der Gründer des Resident Evil Franchise – erkannte diesen Bedarf und schuf The Evil Within.

Detective Sebastian Castellanos wird in Krimson City zu einer Nervenheilanstalt (die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Herrenhaus von Resi 1 hat) gerufen. Dort angekommen, herrscht mehr Chaos als bei einer HoGeSa Demo, dutzende Beamte sind bereits im Gebäude. Wir betreten das Haus zusammen mit unseren Kollegen Kidman und Joseph um festzustellen, das die Eingangshalle mit niedergemetzelten Menschen gepflastert ist; ein fulminantes Blutbad. Der einzig betretbare Raum ist die Sicherheitszentrale. Hier sehen wir auf einem Kontrollbildschirm, wie etwas in der Gestalt eines Menschen 3 Polizeibeamte abschlachtet. Hier haben wir das erste Mal Ruvik gesehen, jenen Protagonisten den wir die nächsten 15 Stunden lang versuchen werden auszuschalten.
Nach kurzer Bewusstlosigkeit erwachen wir kopfüber in einem Keller und sehen einem ekligen Fleischereifachverkäufer dabei zu, wie er fachgerecht Filetstücke aus Menschen heraustrennt. Es gelingt uns aus der Metzgerabteilung zu entkommen, der Prolog endet und der Horrortrip beginnt.

The Evil Within ruft von Anbeginn Assoziationen zu anderen Spielen und auch Filmen wach. Das gesamte Genre in beiden Bereichen wird abgedeckt. Weltenwandel wie Silent Hill? Check. Hinterwäldler Dörfer mit Zombies wie in Resi 4? Check. Kellerfleischerei für Amateurmetzger wie in Texas Chainsaw Massaker oder Wrong Turn? Check. In sich zerfallende Welt wie in Alone in the dark? Check. Tresorkopf vs. Pyramidenkopf? Check.

ABER, das ist nicht schlecht, im Gegenteil, dieser Mischpoke aus dem Besten von allem hat seinen ganz besonderen Reiz. Hinzukommt ein Schwierigkeitsgrad, den man bei der heutigen Casual Welle kaum noch unter den Controller bekommt. Wer seinen Erfahrungspunkte (im Spiel als Gel bezeichnet) nicht intelligent einsetzt und mit Munition haushält, der kann in späteren Kapiteln mal eben vor dem nichts stehen und u.U. neu anfangen müssen. Gel bekommt man vom getöteten Gegner, findet es in Kisten oder als Belohnung für irgendwelche Erfolge.

Auch weitere markante typische Details sind gegeben. Das Waffenarsenal ist im Wesentlichen das was man bei solch einem Spiel erwartet: Armbrust, Pistole, Schrotwumme, etc. Medi Packs fehlen selbstverständlich auch nicht. Ein wenig kurz kommt der Nahkampf, der eigentlich ignoriert werden kann. Ohne ballistische Unterstützung ist dieses Spiel nicht zu meistern, da helfen auch keine Schleichangriffe mit dem Messer.

Nebenher gibt es noch eine Menge zu sammeln. Primär handelt es sich um Dinge, die einem tiefer in die Story bringen. Zeitungen, Notizen, Plakate und Schlüssel mit denen man für allerlei Extras Schränke in der pathologischen Abteilung des Safe Hauses öffnen kann, sind zuhauf vorhanden. Wer wirklich alles sein Eigen nennen will (inkl. Platin), der wird wohl nicht um mindestens 3 Durchgänge herumkommen. Der Wiederspielwert ist ein wenig gegeben, Platin aber nur durch wirkliche Sammler gerechtfertigt. Wie zu erwarten in diesem Genre, ist das Level Design schlauchartig.

Im Detail

Grafik: nun, da haben wir auf der PS4 schon besseres gesehen. Zwar gibt es eine hohe Detaildichte, doch nach einer Weile erkennt man schnell, dass sich alles um gefühlte 50 Objekte dreht. Ein wenig Tearing und 2 Freezes während meines Spiels sind mir aufgefallen. Dennoch eine schön (wenn diese Beschreibung hier überhaupt passt) anzusehende Welt, die da den Bach runtergeht.

Ton: kurz & knapp klasse! Habe primär mit Kopfhörern gespielt um die Gemütslage meiner Frau zu schonen, doch damit habe ich mir selbst einen Gefallen getan. Tropfende und schlürfende Zombies scheinen dich von allen Seiten anzugehen, sehr schön! Auch musikalisch ist es 1A abgestimmt. Die Synchronisation macht einen professionellen Eindruck.

Steuerung: je höher der Schwierigkeitsgrad, desto schneller attackieren einen die verwesenden Deppen. Wer da keine gute Steuerung zur Hand hat, der wird Probleme haben. Manchmal habe ich mich dabei erwischt, wie ich mir die Ego Perspektive gewünscht habe, vor allem in der Konfrontation. Beim Rennen hakt es von Zeit zu Zeit, was besonders nervt, wenn man mal wieder von einer 6-beinigen Frau verfolgt wird. Auch die Menüsteuerung war ein wenig ungenau, was ebenfalls im Kampf suboptimal ist (zumal die Zeit im Menü verlangsamt weiterläuft). Alles in allem ein knappes o.k. hier.

Story: viel Spielraum gibt das Genre nicht unbedingt. Man bedient sich in der Splatter Schublade, aus der Größenwahnsinn, Gehirn Experimente und schwere Kindheit stilsicher herausgepickt werden. Zwischenzeitlich wird es ein wenig verwirrt, doch alles fügt sich irgendwie im letzten Drittel zusammen. The Evil Within setzt jetzt keine neuen Maßstäbe, doch ist es durchdachter als bspw. Dead Island. An Silent Hill aber kommt es nicht ran.

Fazit: was unbedingt an dieser Stelle noch erwähnt werden muss, ist der der extreme Anteil an Gewalt. TEW ist ein Spiel für Erwachsene, daran besteht kein Zweifel. Beim eingangs erwähnten Fleischereibedarf musste auch ich mal kurz genau hinsehen, ob das wirklich wahr ist, was ich da gerade in einem „Spiel“ gesehen habe. Dennoch, so ein bluttriefendes Spektakel ist seit mindestens 5 Jahren überfällig. Nachdem das Resi Franchise zum Shooter degradiert wurde und Silent Hill ein wenig an seiner Geschichte krankt, haben wir hier einen ehrwürdigen Nachfolger der eindeutig die Handschrift des Regisseurs aus Japan trägt.
Noch einmal aufgeführt sei der Schwierigkeitsgrad. Mein erster Durchlauf war auf Überlebender, bei dem ich 21 Stunden benötigte und 136 Tode starb; reale Spielzeit 3 Wochen. Nach einmaligen Durchspielen eröffnen sich dem Spieler ohne Privatleben noch zwei weitere Modi. Ein noch härterer und ein Ultimo namens Akumu. Letzterer ist nur für Leute geeignet, die eine feine Balance zwischen Wut und Ausgeglichenheit aufweisen. Leider braucht man den um Platin bei den Trophäen zu holen, daher wird das wohl eine Profi-Herausforderung sein.

Doch auch ohne diese extra Modi, ist das Spiel vor allem im Mittelteil eine Aneinanderreihung von Herausforderungen. Bereits banale 08/15 Zombies können einem so schnell den Gar ausmachen, dass man nicht weiß wo vorne und hinten ist. Auch beinhaltet fast jedes Kapitel einen Endgegner und viele auch noch Zwischengegner. Besonders fies ist hierbei, dass man bei manchen nur wegrennen kann, da ein Kampf aussichtslos ist. Es ist lange her, seitdem ich so glücklich war einen absoluten Endgegner ins Jenseits geschickt zu haben und dabei wusste, jetzt hast du es geschafft. Kudos an The Evil Within!

Anmerkung: manche Begriffe (Waffen oder Orte) können von der dt. Version abweichen, da ich die englische Hong Kong PS4 Version mit dem extra Kampfpaket DLC mein Eigen nenne. Erfahrungen basieren auf einem Durchgang als „Überlebender“.


The Evil Within

Im Moment kämpfe ich mich auf der PS4 durch dieses Spiel und wenn ich kämpfen sage, dann meine ich das auch so. Das Spiel hat in puncto Schwierigkeitsgrad einiges auf Lager, hinzu kommt, dass ich gleich auf den schwerst möglichen Grad gestartet habe (nach dem ersten Durchlauf gibt es sogar noch 2 weitere).

Rein inhaltlich ist es eine Mischung aus alten Resident Evil Zeiten und Silent Hill, also beste Unterhaltung. Der Macher war nicht ohne Grund für die ersten paar Teile von Resident Evil zuständig. Wer Horror und Survival mag, dem kann ich dieses Stück nur empfehlen, vor allem an schönen grauen Herbsttagen.

Hier ein Test des Spiels bei Gamestar.


Chinabezug bei Bioshock – Infinite

Im Moment spiele ich Bioshock Infinite von K2. Der 3. Teil spielt so ca. 1912 in einem alternativen Amerika, in dem sich eine Stadt aus Unzufriedenheit mit dem System vom Erdboden losgelöst hat, um fliegend weiter zu existieren. Beherrscht wird diese urbane Fluggesellschaft durch eine rassistische und autokratische Elite, die sich als weiße Amerikaner zur Herrenrasse erkoren haben. Primäre Feinde des Systems sind Mexikaner, Iren, Schwarze und Chinesen.

Bei den Chinesen hat man sich wirklich detailliert Mühe gegeben einen historischen Hintergrund mit einzubeziehen. So wurde der Boxeraufstand bspw. von der amerikanischen Elite niedergeschlagen und wird so in einem „Museums Level“ auch dargestellt. Die chinesischen Schriftzeichen an den Wänden ergeben allesamt einen Sinn, was bei den meisten Spielen nicht der Fall ist (bei Infamous Second Son z.B. wurde. Schriftzeichen in den Straßen völlig abseits des Kontext benutzt). Richtig verwundert hat mich gestern allerdings der Moment, in dem mich ein chinesischer Gefangener mit Gweilo鬼佬) beleidigte. Ein richtig fieses Wort, dass man heute eigentlich nur noch selten zu hören bekommt.

Neben diesem historischen Querverweis lernt man auch noch etliches über die US-amerikanische Geschichte. Zwar ist und bleibt es ein Ego Shooter, doch die Story macht wirklich  was her. Das beste Spiel seit langem.

Finde ich richtig gut, wenn sich Spieldesigner die Mühe machen Authentizität mit einzubringen. Das zeugt von Herz an der Sache! Da lass ich mich auch mal als Gweilo betiteln…


Same ol‘, same ol’….

Nicht viel los in Shanghai. Nachdem wir die s.g. Golden Week hatten (Nationalfeiertage) ging im gesamten Land für 7 Tage nichts. Rekorde wurden unter anderem in Reisetätigkeiten, produziertem Müll und bei Flugverspätungen aufgestellt. Aber Hauptsache 1,6 Milliarden Menschen haben zur gleichen Zeit frei…

Während der Feiertage hatte meine liebe Frau ein Video Shooting für Metersbonwe. Gegenstand des Films war eine Produktionsbeschreibung mit Präsentation von Inhaltsstoffen und der Erklärung von Verfahrenstechniken. Da ich ohnehin frei hatte, habe ich sie ein wenig unterstützt. Ist ja schon interessant was sie da manchmal macht…

Die vergangenen drei Tage hat uns ein Taifun gestreift und brachte damit die stärksten Regenfälle in Shanghai seit 68 Jahren. Tunnel wurden geflutet, Straßen gesperrt, menschliche Verluste gab es diesmal glücklicherweise nicht. Weiter im Süden allerdings hat es einige hingerafft, man spricht von ca. 60 Toten.

Auf der Arbeit erreichen wir hier gerade den Zenit der jährlichen Beschäftigung. 12 bis 14 Stunden Tage sind an der Tagesordnung, freie Tage fallen vorerst für 2 Wochen aus. Der Umstand an sich ist in Ordnung, da zeitlich begrenzt, zudem steht ja der Trip nach Japan ins Haus.

GTA V Banner

Freie Zeit verbringe ich im Moment in Los Santos. Wer mit dem Ortsnamen nichts anfangen kann, hat offensichtlich in den vergangenen Wochen die Tech-News nichts aufmerksam gelesen. Los Santos ist der Ort in dem sich GTA V abspielt, ein Spiel das in 3 Wochen 7 Weltrekorde gebrochen hat (Verkaufszahlen, Kopien, etc.). Ein Monster von einem PS3 Spiel, dass muss man schon sagen. Es wird einige Wochen wenn nicht gar Monate dauern, bis ich das abgeschlossen habe.


Rezension – Tomb Raider (2013)

Cover

Als ich 1997 das erste Mal Tomb Raider in die PS1 einlegte, war ich fasziniert von den (nicht ganz so runden) Rundungen Lara Crofts. Aufgrund dieses Spiels, sollte sich ein Merchandising entwickeln, dass über Jahre hinweg Action Adventure dominierte; mit Filmen, Spielen, Comics und pipapo.

Im Jahr 2012 aber hatte sich die Serie selbst überlebt. Sexbomben gab es in Spielen mittlerweile zu genüge und auch die Mechanik als solche wurde mittlerweile breit gefächert angewendet. Die Mischung zwischen Sex-sells und Adventure war Mainstream mit dem man niemanden mehr hinter dem Ofen vorlocken konnte. Was macht also Eidos? Eine Kehrtwendung! Lara sollte von nun an als Frau ernst genommen werden, also erschuf man Lara Croft in Tomb Raider 2013.

Wir erwachen auf einem Schiff. Es wackelt, Wellen schlagen gegen die Außenwände und etwas scheint nicht zu stimmen. Lara verlässt ihre Kajüte um nach dem Rechten zu sehen, doch es ist zu spät, das Schiff havariert. Sie erwacht am Strand einer fremden Insel und muss feststellen, dass sie leicht verletzt als auch mutterseelenallein ist. Also macht sie sich auf die Insel zu erkunden um Hilfe zu finden.

Lara beweget sich hierbei – trotz Verletzung – sehr leichtfüßig. Die Steuerung der Figur ist einfach, sodass das Erklimmen von Klippen oder das Bedienen des Bogens schlichtweg Spaß macht. Das Klettern als solches scheint ein wenig anspruchsvoller als bspw. beim Benchmark Unchartered in dem man wirklich bekloppt sein muss um überhaupt abzustürzen. Lara fällt das klettern ein wenig schwerer, noch gefördert durch QTE an markanten Stellen. Auch kann man nicht immer auf Teufel komm raus losklettern, sondern muss manches Mal Dinge vorbereiten damit man das Ziel erreicht. Dieses etwas anspruchsvollere Klettern macht allerdings auch mehr Spaß und hebt den Anspruchsgrad – etwas was wir an anderen Stellen des Spiels noch vermissen werden,

Unsere Umwelt ist sehr detailliert, wenn auch dunkel. Was die Grafik angeht, so kann man nicht viele ebenbürtige Spiele nennen was Detailreichtum, Weitsicht und Flüssigkeit angeht. Schatten, Feuerschimmer oder Windreaktion sind ausgezeichnet umgesetzt worden.

Beim Punkt Feuer haben sich die Entwickler mal so richtig ausgelassen. Sei es zwecks Licht oder um Passagen zu öffnen, ohne Fackel läuft in diesem Spiel nichts.

Mittlerweile haben wir herausgefunden, dass unsere Freunde vom Schiff noch leben, doch mit der Insel als solche etwas nicht stimmt. Wir teilen uns also auf um herauszufinden, wo der Zusammenhang zwischen der japanischen Besetzung im 2. WK und einem merkwürdigen neuzeitlichen Kult liegt. Lange dauert es nicht und wir begegnen den ersten finsteren gesellen die uns ans Leder wollen. Frisch geübt im Bogenschießen (das Spiel führt hervorragend gut in die Fähigkeiten ein), ist es uns möglich so ziemlich alle im Schleichmodus zu eliminieren. Zu einem späteren Zeitpunkt erhalten wir neben dem Bogen noch Pistole, Schrotgewehr und Sturmgewehr. Alles ist ausbaubar und RPG-mäßig mit weiteren Skills zu versehen. Da die Gegner (inkl. Tiere) sukzessive stärker werden, ist ein angemessenes Ausbauen angebracht. Erwähnt sei, dass der Schwierigkeitsgrad jederzeit justiert werden kann, auf Trophäen wirkt sich dieser ohnehin nicht aus. Während am Beginn des Spiels die Gegnerhorden noch relativ einfach zu bewältigen sind, wird es gegen Ende schon ein wenig schwerer, sodass eine Taktik angebracht ist.
Tomb Raider Junkies werden selbstverständlich auf eine ordentliche Portion Rätsel bauen. Nun, hier wird die erste Enttäuschung warten. Das Niveau der Rätsel liegt so ungefähr bei der 6. Klasse Hauptschule. Zu allem Überfluss, hat man noch eine Hilfetaste die einem mittels Lichtschein unterstützt. Nun, hier hat man augenscheinlich dem Trend zum Casual Game genüge getan. Die zahlenmäßig sehr überschaubaren Grabstätten mit Rätseln sind hübsch inszeniert, doch fesseln nur kurz.
Neben diesen Rätseln kann man sich die Zeit auch noch anderweitig vertreiben. Es gilt GPS Caches zu finden, Aufzeichnungen von verschiedenen Personen und Artefakte. Der Sammelwut ist da kaum ein Ende gesetzt, aber wird sie wieder vereinfacht, denn man findet überall eine Karte mit Fundorten. Hat man das erledigt, kann man diverse Tiere für EXP jagen oder einfach die Umgebung genießen, denn die ist es definitiv wert. Alles in allem gehen so zwischen 10 und 20 Stunden drauf, je nachdem wie detailliert man spielt.

In den üblichen Sparten heißt das:

Sound: die englische Stimme von Lara ist klasse und so sind es auch die restlichen Protagonisten. Die Musik ist passend, gut abgestimmt und richtet sich nach den momentanen Geschehnissen. Allein die Schusswaffen klingen irgendwie wie aus der Konserve. Ich würde ihm ein 7/10 geben

Grafik: wie oben erwähnt, es ist ein echter Hingucker. Überraschend ist bei so viel Detailreichtum die kurze Ladezeit. Allein der MP Modus scheint mir ein wenig abgespeckt, doch das kann täuschen. Von mir ein 9/10.

Spielzeit: als Jäger und Sammler hat es mich 18 Stunden meines Lebens gekostet um den Einzelspielermodus bei 49% Trophäen und 96% Fortschritt abzuschließen. Wer darauf besteht kommt bestimmt über 20 Stunden und der MP sorgt für ein paar weitere Stunden Spaß. Trophäen Jäger werden um den MP Nicht herum kommen, denn ein beträchtlicher Teil muss online verdient werden. Bei mir bekommt es 8/10.

Spaß: hier wird es knackig, denn das ist Laras Vorteil. Bedingt durch einfache Steuerung und schöne Umwelt, macht es einfach Spaß die Insel zu erkunden. Die Geschichte tut ihr übriges um ein unvergessliches Spielerlebnis zu garantieren. Dafür das Tomb Raider bei mir nur als Sekundärkauf gehandelt wurde, habe ich einen Heidenspass damit gehabt; daher 9/10

Als negativ möchte ich noch anmerken, dass man nach der Schnellreise in menschenleere Gebiete transferiert (weil ja bereits abgeschlossen). Eine paar wiederbelebte Gegner wären zur Abwechslung nett gewesen, so ist es wie Urlaub in der Lueneburger Heide.

Ich persönlich empfinde Lara immer noch als Sexikone, selbst wenn sie knöcheltief in Blut watet. Was sich geändert hat, ist das sie jetzt erwachsener oder meinetwegen seriöser ist. Eines sollte man nämlich beherzigen: es ist kein Kinderspiel mehr und an mancher Stelle doch schon recht brutal. Meiner Meinung nach ist es Eidos als einer der wenigen gelungen, eine alte Reihe neu zu beleben. Resident Evil oder Final Fantasy könnten sich daran mal ein Vorbild nehmen.

MP Ergänzung:

Mangels Ersatz, schlage ich mich seit 2 Tagen im Tomb Raider MP herum. Da gibt es schon einige Schnitzer die ich gerne erwähnen würde. Das Gute zuerst, da herrscht eine Mordsverkehr und das Auffinden von Matches ist eine Sache von Sekunden. Das ist wohl letztendlich auch der Verbindung zu den Trophäen geschuldet. Es gibt 4 Versionen: Deathmatch (typisch), Cry for Help (Sammelaktion), Transmission (Arealverteidigung) und Everybody hates everybody (jeder gegen jeden). Transmission gefällt mir ganz gut dabei. Das Level- & Aufbausystem funktioniert im wesentlichen wie beim SP.

2 Kritikpunkte:

1. Es gibt einen Überbogen und eine Minigun in jedem Level. Einmal gefunden, radierst du alle aus. So ein Blödsinn…
2. Die Levelangleichung geht gleich mal gar nicht. Wenn ich mit meinem suessen Lv. 8 einsteige und sich da Leute in den ’50 und 60′ Bereichen herumtreiben, sehe ich echt alt aus. Kann natürlich auch an meinen Noob Vermögen liegen…


Playstation 4 – Bilder & Fakten

So, in den Staaten ist die Pressekonferenz von Sony auf der E3 vorbei, Zeit für eine Zusammenfassung zur PS4:

Playstation4

Playstation4

PS4 frontal

PS4 frontal

PS4 Familie

PS4 Familie

Vom Design her finde ich es jetzt nicht so schlecht, immerhin kein VHS Recorder….. Eckig scheint das neue rund zu sein.

Technisches

RAM: 8 GB GDDR5

Chip: AMD Jaguar Octa Core

Grafik: AMD Chip Radeon mit 18 Compute Units & 1,84 Tera Flop/s

Bild: 3840 x 2160 Pixel

HDD: 500GB (Basismodell)

Abwärtskompatibilität: nein (und da gibt es auch nichts mit Gaikai und Cloud zu beschönigen)

Online-Pflicht/DRM: nein (in your face Microsoft!)

Medien: Blu-Ray, DVD, CD & Cloud

Spiele: im Moment (Juni 2013) 40 Spiele in der Entwicklung, davon 12 komplett neue Titel (ergo: 28 Fortsetzungen [!?] inklusive InFamous, Gran Turismo, Killzone, Final Fantasy XV, AC IV, etc.)

Veröffentlichung: wahrscheinlich Dezember 2013

Einführungspreis: 399 Euro

Persönliches

Genau wie bei der X-Box nervt mich dieses TV, Video und Musik Gedöns unheimlich. Mit Smart TV und Streaming und pipapo hat man in der Regel bereits alles zu Hause was man hierfür benötigt, warum sollte ich mir also noch ein Gerät mit den gleichen Funktionen ins Regal stellen? Video Unlimited? Music Unlimited? Mir egal, die sollen sich mal überlegen wie das Ding heißt: PLAYstation. Naja, am Schluss wurde dann doch mehr ans Eingemachte gegangen und diverse nette Titel vorgestellt. Ganz so VIDEO-/Sociel Network-lastig wie bei dem X-Box Reveal ging es dann doch nicht zu.

Fazit für mich, ich werde wohl Sony Jünger bleiben.


Dead Island Riptide – Hatten wir das nicht schon?

Dead Island Riptide

Dead Island Riptide

Wir sind zurück in der Südsee! Gerade hat das Dreamteam von Stereotypen die Flucht aus Banoi überstanden, schon werden die chinesische Kungfu Tante, der rappende Neger, der Redneck Football Spieler und die dunkelhäutige Sexgöttin noch auf dem rettenden Schiff erneut heimgesucht. Zu allem Überfluss kommt auch noch ein tumber Ami-Asi namens John (gaaaaanz ausgefallener Name) hinzu, der ebenfalls gegen das Virus immun scheint.

Geradeso entkommt man der maritimen Meute, nur um auf Palanai zu landen, einem Eiland das dem vorherigen erschreckend ähnlich sieht und dessen Bewohner den gleichen dahin modernen Charme innehaben. Es dauert also nach der Landung ca. 3,522 Sekunden bis wir wissen: auch diese Insel ist dem Untergang geweiht. Wir schnappen uns also den nächstgelegenen Stock und dreschen auf die Untoten – die im Übrigen sogar den gleichen Schneider wie die Zombiekollegen auf Banoi haben – ein, bis auch der letzte Schädel kracht.
Damit ist eigentlich alles über Dead Island Riptide erzählt, viel Spaß noch.

Spaß, natürlich! Es gibt noch mehr zu erzählen, wobei der Spieler des ersten Teils im Prinzip bereits alles kennt. Als Käufer des 2. Teils muss man sich folgende Punkte vor Augen führen:

  • Die Insel ist im Wesentlichen das Gleiche! Gleiche Grafik, gleiche Umwelt, gleiche Gegner (bis auf 2 oder 3 Ausnahmen).
  • Die Technik ist im Wesentlichen das Selbe! Gleiches Level System, gleiches Menü, gleiche Steuerung.
  • Die Handlung ist im Wesentlichen genauso wie im ersten Teil. Leuten helfen, Boese jagen, sich verpissen.
  • Der Sound ist im Wesentlichen identisch.
  • Und nun kommt es, der Spaß an der ganzen Zombie Schlachterei ist aber auch immer noch der Selbe!

Was wir mit Riptide in den Händen halten, ist mehr oder weniger eine Erweiterung des ersten Teils. Ob es jetzt fair ist dafür einen Vollpreis zu verlangen, dass sei einmal dahingestellt. Vom Umfang her würde ich sagen, ja. Vom Innovationsstandpunkt her, nein. Um meinen Charakter John bis zur Levelcap 70 zu bringen, habe ich 42 Stunden benötigt. Mit Tricks geht das bedeutend schneller, aber wo liegt denn da der Spaß?! Noch mehr zeitraubend ist wie bereits im ersten Teil, der Coop Modus online. Der macht wirklich Spaß, ist stabil und wird selten langweilig. Mit Level 70 und der besagten Zeit war ich bei den Trophys um die 80%, wobei zu erwähnen ist, dass es außergewöhnlich viele Goldene gibt (5).

Im Internet liest man zudem über diverse Bugs und Glitches. Manche davon sind wirklich dämlich, manche könnten aber auch anderen Spieleschmieden passieren. Mir persönlich begegnete einer bei den Sammel Trophys, als gefundene Tonbandaufnahmen nicht gewertet wurden. Ein wenig merkwürdig muteten auch die Wetterwechsel an, die von einer auf die andere Sekunde stattfanden. Dunkel wurde es dagegen (wieder) gar nicht, aber vielleicht reicht die Polarnacht bei Techland ja bis zum Äquator.

Schade war zudem, dass ich meinen Charakter aus dem ersten Teil nicht importieren konnte, da der erste Teil die amerikanische Version war und meine Riptide Version die Europäische ist. Nicht schön, aber kein Dealbreaker. Das es allerdings 2 Monate nach dem Release immer noch kein Patch zum fixen diverser Bugs gibt, ist meiner Meinung nach fast eine Frechheit.

Was ist also neu bei Riptide? Den erwähnten John kann man da als erstes nennen. Wer sich für John entscheidet, der muss sich auf endlose Platituden in Ami Slang gefasst machen, a la „Come on, Daddy needs some new shit!“ oder „Why I am the only doing this?“ Ein wenig mehr Vokabular hätte dem jungen Mann gut getan. Ansonsten sind seinen Fähigkeiten, gemessen an denen der Anderen, ein wenig mehr ausgeglichen.

Ein paar neue Waffen hat man sich auch einfallen lassen, wobei das Gros aus dem ersten Teil übernommen wurde. Es gibt jetzt mehr Sprengstoff Sachen, mehr Dinge zum werfen und ein paar neue Baupläne. Mit persönlich hat die Kettensäge sehr gefallen. Auch war mein Eindruck, dass man bei Riptide mehr auf Schusswaffen zugreifen konnte.

Bei den Gegnern wurde auch ein wenig der Polengrips angeworfen. Neben altbekannten Rammern und rotzenden Wasserleichen, wird man nun auch mit mutierenden Forschern, gammelnden Wasserzombies oder schreienden Hexen konfrontiert. Gefallen hat mir dabei, dass man alle irgendwie anders angehen muss um zum Erfolg zu kommen.

Tja, und das war es dann auch. Informellen Quellen zufolge, arbeitet Techland bereits an einem Nachfolger und anderen Projekten. Ich hoffe inständig, dass man beim dritten Teil versucht den Plot auf die nächste Ebene zu heben. Teil 1 war für mich eine Offenbarung, Teil 2 hat immer noch Spaß gemacht und sollte Teil 3 tatsächlich genauso enden, dann war es das für mich. Konstantes herumreiten auf bewährten Konzepten haben wir in der Spielwelt bereits genug, da bedarf es nicht noch einer endlosen Reihe von immer gleichen Dead Island Ablegern.

Mein Tipp für Spieler die den ersten Teil kennen: kauft dieses Spiel nachdem es unter die 20 Euro Marke gerutscht ist, anderenfalls könntet ihr enttäuscht sein.

Auf den ganzen einzelnen Krempel wie Steuerung, Grafik usw. gehe ich gar nicht erst ein, da alles wie beim ersten Teil identisch ist.