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Die erste Reise nur mit Auto, 7 Tage Umag in Kroatien…

…der ein oder andere weiß, ich hasse fliegen, auch wenn ich das sicherlich schon 100 Mal getan habe. In diesem Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, mich nicht in so eine Aluminium Tube zu setzen, sondern ein erfahrbares Ziel zu erkunden. Raus kam dabei die Insel Krk in Kroatien, die mit 1.300 km Entfernung noch in Reichweite liegt. Gesagt, getan, Hotel für einen Zwischenstopp in Brannenburg (Bayern) und auf der Insel direkt an der Küste gebucht. Als guter Deutscher lassen wir nichts anbrennen, selbst Vinietten für Slowenien und Österreich habe ich beim ADAC vorab bestellt. Man sieht, alle Widrigkeiten sind vorab ausgeschlossen und es könnte so schön sein, doch was wenn das Hotel dir 5 Tage vor Anreise mitteilt, dass es überbucht ist, deine Reservierung somit storniert wurde? Tja, Arschkarte, also seid gewarnt, sollte jeman auf die Idee kommen diese Bumsbude zu buchen: Hotel Drazica Vorsicht!

Wir haben dann in einer Hauruck Aktion eine Ferienwohnung gebucht, die zweite Premiere in puncto Urlaub. Diese liegt in Umag, 100km weiter nördlich von Krk, fast an der Grenze zu Slowenien und heißt Eva Apartments:

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Morgens um 10 Uhr sind wir gestartet und benötigten knappe 6 Stunden bis Rosenheim /Brannenburg. Unsere Rast hätte sich nicht besser gestalten können, idyllisch im Wald gelegen mit grandiosem Ausblick auf die Münchner Tiefebene. Zusätzlich machten uns Preise wie in Magdeburg 1992 glücklich, sodass wir uns lukullisch gehenlassen konnten. Am nächsten Tag verließen wird das Haus früh und freuten uns bereits auf den Stopp während der Rückfahrt.

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Die zweite Etappe haben wir im Sturm genommen, kein Stau, – nicht einmal am Karawankentunnel – konnte uns noch aufhalten, sodass wir 15 Uhr bereits am Ziel waren. Eine tolle Wohnung erwartete uns, die sauber, geräumig und mit einer riesigen Dachterrasse garniert war. Freundliche Eigner begrüßten uns, um gleich einen Eindruck über die tolle kroatische Gastfreundschaft zu geben, die uns in den kommenden Tagen noch vielfach begegnen sollte. Auch vom Standort hätten wir es nicht besser treffen können, teilweise Seeblick mit 100 Metern bis zum Strand und ein Kaufland ums Eck machten alles fußläufig erreichbar.

Roof

Die Tage vergingen schnell. Die Stadt Umag ist größentechnisch überschaubar, die touristischen Attraktionen und Restaurants konzentrieren sich um den Hafen herum. Sandstrände sucht man vergebens, es gibt ausschließlich steiniges Terrain am Wasser. Beim Essen wechselten wir uns täglich ab, ein Tag wurde auswärts gespeist, ein Tag selbst gekocht (was aufgrund der Ausstattung und den nahegelegenem Supermarkt wirklich einfach war). Zweimal am Tag führte uns der Weg zum Meer, wobei in der Mittagszeit der kleine Furzknoten stets ein Nickerchen brauchte; zusammen mit Papa. So ein Tag am Meer zehrt halt ein des Kindes Kräften. An 5 Tagen raffte ich mich sogar früh morgens zu einem 6 km Lauf durch die Innenstadt auf.

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Nur an einem Tag haben wir uns ins Auto gesetzt, um die Umgebung zu erkunden. Innerhalb von 3 Stunden haben wir einen Radius von 30km erfahren und konnten ein paar Eindrücke vom Leben dort sammeln.  Besonders beeindruckend war das nicht, die Zeit tickt dort halt etwas entspannter und man legt den Fokus eben auf Agrarwirtschaft (Früchte, Oliven, Wein) und Tourismus.

Alles in allem war dieser Urlaub die entspannteste Zeit die wir bis dato verlebt haben. Die gemütliche Anreise, die tolle Rast in Bayern und das verlangsamte Leben in den Tag hinein haben uns sehr tollen Urlaub beschert. Kroatien hat uns mit Sicherheit nicht das letzte mal gesehen, wir freuen uns auf den nächsten Trip in dieses tolle Land. Allen Familien die eine besondere Zeit miteinander verbringen möchten, dürfen wir diesen kinder- und gastfreundlichen Landstrich nur empfehlen.

Nicole

P.S. beim Rückweg war uns nicht bewusst, dass es der letzte Ferientag der Bayern war. Dementsprechend war es ein Desaster, auf das ich hier lieber nicht eingehen will…

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Eine Reise nach Lappach / Lappago in Südtirol…

Keine Ahnung ob es heute immer noch so ist, aber früher hat man in den Sommerferien den Nachwuchs in einen Bus gepackt und ihn 3 Wochen mit Gleichaltrigen ins Nirgendwo geschickt. Was sich wie Kinderlandverschickung anhört, ist natürlich das Ferienlager.

Meiner-Einer war sage und schreibe zwischen 1992 und 1996 viermal im schönen italienischen Lappach oder auch Lappago:

Mit zunehmenden Alter wird man auch melancholischer und weiß die Annehmlichkeiten die diese 21 Tage Freiheit mit sich brachten erst richtig zu schätzen. Es war schon immer mein Plan, dorthin zurückzukehren um Erinnerungen aufzufrischen. Vergangenen Monat haben wir das dann realisiert, sind also 6 Tage zum Wandern nach Südtirol gefahren.

Lappago

Das Wetter war grauenvoll, außer am Anreisetag, hat sich die Sonne quasi überhaupt nicht gezeigt. Deswegen haben wir den Aufenthalt auch um 2 Tage gekürzt, um dann kurzerhand noch den väterlichen Geburtstag in Berlin zu feiern. Rein auf die Distanz gesehen, hat sich das nichts genommen. Überhaupt haben wir die Freiheiten eines Urlaubes mit dem eigenen Auto zum ersten Mal genießen können. Wir hatten unheimliches Glück und haben bei kumuliert 2.950km nicht einmal ernsthaft im Stau gestanden, weder in Deutschland, noch in Italien oder Österreich.

Die Pension war das Café Schneider. Eine urige Wirtschaft, die noch von der Familie betrieben wird und in der es authentisch, sauber und freundlich zuging. Selbst bei unserer verfrühten Abreise, hat man keinerlei Anstalten gemacht, uns voll zu berechnen. Preis-Leistung waren einfach unschlagbar.

Über den Ort Lappach selbst bleibt nicht viel zu sagen. Auf 1.500 Metern Höhe schläft man wie ein Stein, die Zeit scheint dort stehen geblieben zu sein. Ein paar Hundert Einwohner die irgendwie alle miteinander verschwägert sind, leben ausschließlich von der Landwirtschaft oder dem Tourismus. Das Tal ist dort auch zu Ende und wird durch eine Staumauer (der Neves Stausee) geschlossen. Es führt also wortwörtlich nur eine Straße ins Tal hinein, das war es dann auch. Für Bergtouren auf jeden Fall der ideale Ausgangspunkt.

Da wir außerhalb der Saison anreisten, gab es ein paar Nachteile. Teilweise hat uns Schnee in den Höhen noch den Weg versperrt und auch das Wetter war wie oben erwähnt eher halbgar. Hinzu kommt, dass wenn man nicht im Dorf speisen möchte, man tatsächlich bis Sand in Taufers fahren muss (ca. 25km) um ansprechende Gastronomie zu finden. Rein preislich war das natürlich paradiesisch, wir haben noch nie einen so günstigen Urlaub erlebt.

 

Gerne fahren wir noch einmal nach Lappach, dann aber im Sommer und wenn Felix größer ist, damit ich ihn nicht die Berge hochschleppen muss. Die dünne Luft hat das Laufen mit der Kraxe nämlich außerordentlich erschwert.


2015 – Umzug, Job & Kind

Koerner bunch

Das war es, heute ist der letzte Arbeitstag für dieses Jahr in meinem Job, den ich im März diesen Jahres antrat. Vergangenes Jahr um diese Zeit war ich zu Besuch in Deutschland, um eine neue Herausforderung zu finden. Felix war noch wohlbehalten im Bauch der Mama, China ging mir immer noch gehörig auf den Sack.

Jetzt haben wir einiges hinter uns. Einen Umzug um die halbe Welt, der kleine Sprössling der am 8. April zur Welt kam und nach 8 Jahren Abwesenheit einen neuen Job für mich zurück in der Heimat. Nicole tauschte Firma gegen Kind, Metropole gegen Dorf, Selbstbestimmung gegen Verantwortung für ein anderes Leben.

Das alles ging so reibungslos über die Bühne, dass ich mich frage, womit wir das verdient haben. Alles hat geklappt, ob es der neue Wagen war der gleich nach Ankunft bereit stand, die perfekte Wohnung die ich jenseits der Makler Aasgeier fand, der Erfolg in komplett neuen Job, die reibungslose Geburt von Felix, schlichtweg jedes Details ging ineinander über wie ein fein justiertes Zahnrad. Lange hatten wir nicht mehr so viel Glück und wir hoffen, dass es eine Weile so weitergeht, denn alle Pläne sind längst noch nicht abgeschlossen.

Nun liegen 14 Tage Urlaub vor uns, in denen wir 1.800 km quer durch Deutschland fahren werden um jeden während der Feiertage ein wenig von unserem Glück Felix abzugeben. Oma, Opa, Tante, Großtante, alle die in Reichweite sind werden bedacht. Schade, dass Oma und Opa aus China nicht teilhaben können, doch das Kapitel wird in der zweiten Jahreshälfte 2016 neu geschrieben, wir arbeiten daran.


Geht es dir auch so?

Wie jetzt?

…mit jeder Out-of-office Notice die ich im Moment bekomme, steigert sich meine schlechte Laune! Wenn es so scheint, dass man der einzige Horst ist, der keinen Urlaub hat? Wenn jede automatische Antwort die vorherige in der Dauer der Abwesenheit übertrifft? A la: I am currently out of office until December 30th oder I have limited access to my emails until January6th oder am besten I won’t be available until January 13th!

Klar, wir hatten ja gerade erst Urlaub, aber trotzdem tangiert es einen, wenn die gesamte Ausländerriege fluchtartig das Land verlässt und du dir vorkommst wie das letzte Einhorn im Zauberland. Da braucht man natürlich auch nicht zu erwähnen, das beruflich nichts vorwärts geht.

Um den großen Vordenker Dietmar Wischmeyer mit seinem Alter Ego Mike an dieser Stelle zu zitieren: Scheiße, Scheiße, Scheiße….


Das war dann mal der Urlaub pt. 2

Wobei es echt kalt war:

Dec 10 Nicole 4

…also musste man mehr kuscheln:

Dec 10 Jana & Nicole

…ganz allgemein:

Dec 10 Jens & Nicole

…und natuerlich Bier trinken, egal wo:

Dec 10 Jens & Axel

…sogar mitten im Wald:

Dec 10 Brotzeit

…Auto fahren durften wir uebrigens auch noch mal, wenn auch nur Hertz-Leihweise:

Dec 10 Car

…aber hier hin konnten wir nur laufen:

Dec 10 Alm