Archiv der Kategorie: Ohrenschmaus

Ohrenschmaus: thisquietarmy

Meine neueste Entdeckung kommt aus Kanada und heißt thisquietarmy. Eric Quach verbindet Dark Ambient, Drones und reguläre Instrumente (primär Schlagzeug) miteinander, sodass beeindruckende Klangwände entstehen, die sich langsam aufbauen um in einem mitreißenden Zenit zu gipfeln. Beispiel:

Soviel Innvoation in dem Genre ist mir lange nicht untergekommen. Im Oktober performed er live in einer Kirche in Bochum, unsere Karten haben wir bereits gesichert, denn wer weiß wann es ihn wieder nach Europa bringt.

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Hmmm, 40 Jahre zu spät geboren. Del Shannon…remastered.


Neu im CD Regal…

Völlig an mir vorbei gegangen, war die Veröffentlichung des wohl unheimlichsten Musik Relikt Skandinaviens (Update: leider nicht lieferbar, schade aber auch…):

Basierend auf dem noch immer nachhallenden zweiten Album Chimäre, ist der Kauf des Debuts eigentlich nur die logische Konsequenz:

Ein absoluter Klassiker aus dem Hause Tesco, jedoch ’nur‘ eine Re-Issue Version:

Alles in allem mal wieder etwas harte Kost, nachdem wir zuletzt in Neofolk Gefilde abdrifteten. Im Frühjahr ist es manchmal besser, etwas Energie im Lautsprecher zu haben, der Winter gehört den Drones und dem Dark Ambient. Auffallend ist, das es sich um Jahre alte Veröffentlichungen handelt, in letzter Zeit kam einfach nicht viel überwältigendes raus.


Allseits – Hel

Wie bereits vorher angekündigt, rotiert bei mir die letzte Allseits Veröffentlichung ‚Chimäre‘. Die beeindruckt so nachhaltig, dass ich mir unbedingt das erste Werk der jungen Dame aneignen muss. Hier ein Eindruck:

Dunkler und atmosphärischer gehts‘ beim Drone kaum noch.


Neu im CD Regal…

Gestern von Going Underground angekommen:

tintagel

false-vacuum

allseits


Mal was anderes: ein Lied!

Gefällt mir gut! Stoner Rock Cover, zu ehren des Verstorbenen seitens der Holländer von Urfaust.


Gaë Bolg – Requiem

Gae Bolg

Na da habe ich diesmal richtig daneben gehauen, gut das es nur für 9,99 € war. Ursprünglich wollte ich das Album nur kaufen, aufgrund dieses Titels:

Nun stellte sich aber heraus, das der Franzmann mehrere Titel mit dem Namen Hymne hat und das auf meinem Album gleich mal gar nichts mit dem Video zu tun hat. Im Gegenteil, da schlafen einem die Füße ein…und das beim gesamten Album. Keim Bombast, keine Marschrichtung, kein mitreißender Mittelalter-Military Krempel. Bis auf 2 einigermaßen energetische Lieder (Bsp. Totentanz), ein absoluter Griff ins Klo. Richtig wäre übrigens das Album Tintagel gewesen.


Deutsch Nepal – Alcohology

DN

Nachdem mich das erste Highlight des Jahres von Derniere Volonte etwas ratlos zurückließ, hat Lina Baby Doll aka Deutsch Nepal mit Alcohology etwas abgeliefert, dass seit 2 Wochen ohne Unterbrechung im Autoradio, MP3 Player und dem Telefon rotiert.

Man kann nicht sagen, dass es nahtlos nach Amygdala weitergeht. Etwas ist anders und es ist schwer das auszumachen, denn es scheint, es ist die Summe der vielen kleinen Teile. Zum einen die Produktion, sie ist etwas rauer, hat diesen Teil doch Lina’s eigenes Label Entartete Musikk übernommen. Der Stil hat sich ebenfalls etwas geändert. Hier geht es zwar gewohnt monoton zur Sache, viele Schleifen legen sich aber von der ersten bis zur letzten Sekunde ins Ohr. Außerdem wurde das Konzept des langsamen Aufbaues bzw. des Umschwungs in der Titelmitte konsequenter umgesetzt. Zu guter Letzt auch noch Lina’s Vocals, die mehr und mehr wichtiges Detail werden. Ein Umstand, der etwa aus frühen Jahren überhaupt nicht bekannt war. Der Reihe nach:

  1. Alcohology Superior – über 8 Minuten scheppernde Rhythmen (nicht so bass-lastig wie in den Vorgängern) die sich sukzessive aufbauen und dazu noch von sich steigernden Vocals untermalt werden. Ein großartiger Opener der ins Industrial abdriftet. Snap.
  2. To the earth – wer glaubt es geht nicht düsterer und nihilistischer, der wird hier eines besseren belehrt. Dieses Monster von Lied wird in der Mitte derart fies, dass man glaubt die Zeit von Cold Meat Industry wäre wieder zurückgekehrt. Die weniger kreischenden Vocals verkünden den Untergang, wie könnte es anders sein. Mein persönliches Lieblingsstück. Snap.
  3. Python – schwer einzuordnen für mich. Der Sample erzählt von Erlebnissen eines Betrunkenen und das in eher Dark Ambient-lastigen Gefilden. Snap.
  4. Deutsch Nepals Cosmic Trigger – und wieder so ein Biest, dass sich langsam in dich reinfrisst und ungefähr in der Mitte dich von innen sprengt. Der Refrain von Lina wird dabei dermaßen gebetsartig vorgetragen, da wird einem ganz anders, verstärkt noch durch Industrial-Anleihen. Snap.
  5. Epicurian Extremism – hier musste ich mich kurz vergewissern, dass ich nicht aus versehen eine alte Hybryds eingelegt habe. Deutlich schneller und organisierter geht es bei diesem Stück zur Sache; gut aber nicht mein Ding.
  6. Alcohology Minor – gut, das Teil würde ich als einzigen Ausreißer bezeichnen, damit kann ich nichts anfangen. Es hinterlässt bei mir den Eindruck des Füllmaterials.
  7. Erosion – hier kehren wir zurück in alte Zeiten, eine Neuauflage des alten gleichnamigen Stückes. Ist ganz nett zurecht gemacht, der Dark Ambient kommt wieder sehr stark durch, kaum messbarere Rhythmus. Snap.

War vom neueren Schaffen her Amygdala bis dato mein Favorit, wurde die Pool Position durch Alcohology abgelöst. Ein großartiges Album das irgendwie die Grätsche zwischen Altbewährtem und Weiterentwicklung schafft. Kudos Lina.

 


Derniere Volonte – Prie Pour Moi

DV - PPM

Gerade einmal drei Tage auf dem Markt, schon in meinem Autoradio. Habe mich lange darauf gefreut und nach den ersten 6 Stücken scheint es fast so, als ob sich das auch gelohnt hat. Aufgefallen sind mir zunächst die Streicher mit Cellisten als auch Geigern. Aber auch die altgediente Orgeln kommen nicht zu kurz, während die Trommeln noch recht wuchtig sind. Fakt ist aber auch, dass er zumindest akustisch den ‚Krieg‘ abgelegt hat, denn alles ist ausgereifter stimmiger und – sagen wir mal – professioneller. Nichts kratzt mehr, nichts ist mehr dumpf, nichts wirkt improvisiert; eine poppig abgemischte Produktion wie von den Großen. Ob das gut ist, sei einmal dahingestellt. Mit gefällt es auch jetzt ausgezeichnet, hat mich aber beim ersten Hören nicht so sehr gepackt wie die beiden Vorgänger und schon gar nicht wie die ganz alten Stücke. In puncto Avantgarde / Miltary Pop ist er dennoch der beste.

Erster Anspieltipp wäre meinerseits das abwechslungsreiche und noch am ehesten an die Vorgänger erinnernde Je Serai Toujours.

Bestellt habe ich das Teil übrigens zusammen mit der neuen Deutsch Nepal – Alcohology bei Going Underground, meines Erachtens der beste Mailorder im Metier – schnell, günstig und gute Kommunikation.


Es ist soweit, Last Christmas im Radio…

Heute Morgen war es dann soweit. Nachdem ich bereits seit 3 Wochen Zimtsterne aus dem Lidl mümmel, gab es heute Morgen im Radio den finalen Startschuss zum Weihnachtswahnsinn. Während ich andächtig  Onkel Hotte als MP3 lauschte, hat der Verkehrsfunk sich gemeldet und ich bekam gerade noch die volle Ladung Wham! in die frisch geputzte Fresse. Alles schnelle Wegdrücken half nicht, der Morgen war erst mal versaut. Auf die nächsten 5 Wochen Dummbeschallung, hoch die Tassen!

Last Christmas