Monatsarchiv: Februar 2014

Ist das Kunst oder kann das weg?

Denkmal

Mit der Bitte um Erklärung….

Advertisements

Francois Lelord – Hector und die Entdeckung der Zeit

Hector und Zeit

Als zweites Buch lese ich im Moment dieses Werk so mehr oder weniger nebenbei. Nachdem der Psychiater Hector das Glück und die Liebe bereits ausgiebig erforschte, nimmt er sich diesmal die Zeit vor; einen anderen sehr relevanten Aspekt unseres Lebens.

Während die Suche nach dem Glück ein wirklich liebenswertes Buch war, fand ich persönlich das Thema Liebe eher durchschnittlich abgehandelt. Glücklicherweise hat sich Lelord zwischenzeitlich mit dem unterhaltsamen Roman „Die kleine Souvenirverkäuferin“ beschäftigt, was dem neuen Buch wohl gut tat. Er setzt auf altbewährtes, wie bspw. seine Beziehung zu Clara sowie seine Affinität zu China. So ist Kernpunkt wieder der alte Mönch, der auch schon in den beiden Vorgängern vorkam. Allzuweit bin ich noch nicht, doch es liest sich definitiv interessanter als der Ausflug zur Liebe.

Besonderen Tiefgang haben Bücher dieses Autors nie, aber sie sind immer eine Garant für leichte Unterhaltung, die dann und wann mit einer überraschenden Einsicht aufwartet. Ein Stück Selbsthilfe bei Alltagsproblemen ist jedenfalls wie immer enthalten. Ich denke das für Leser mit einer Beziehung zu Asien das Buch noch interessanter erscheint, als für solche ohne diese Bindung.

Der Autor bei Wiki.


Erich Maria Remarque – Der schwarze Obelisk

Der schwarze Obelisk

In meinem Vorhaben die gesamten Werke von Remarque zu lesen, bin ich mit diesem Stück einen erheblichen Schritt weiter gekommen (rein nach subjektiver  Gewichtung). Wie bereits „Der Weg zurück“ oder „Zeit zu leben, Zeit zu sterben“, spielt diese Geschichte wieder zwischen den beiden Weltkriegen.

Protagonist Ludwig Bodmer arbeitet als ehemaliger Soldat im Bestattungsunternehmen Kroll, in einer Kleinstadt namens Werdenbrück, irgendwo in Deutschland. Erzählt wird sein Alltag in dieser Zeit, der sich um das erlebte im großen Krieg, die galoppierende Inflation und Werteverfall dreht. Man bekommt einen recht guten Eindruck über die Umstände dieser Zeit, was lt. Einband auch biografische Züge Remarques inne hat. Es ist eines über die Inflation in Geschichtsbüchern zu lesen, aber eine Beschreibung darüber, wie banale Alltäglichkeiten über Nacht einen Preiszuwachs von 100,000 Mark und mehr haben, gibt doch einen ganz guten Einblick in die Umstände. Zudem ist es interessant zu sehen, wie wir bereits in den ’20 abhängig vom Dollarkurs waren.

Im Moment bin ich bei etwa 50% des Buches und kann es definitiv als eines der besseren von E.M.R. bezeichnen. Zusammenfassung im Wiki.


Fragwürdige Aussagen von Ausländern

Nun, gestern befand ich mich im Gespräch mit einer Deutschen hier in Shanghai. Das Thema um das es sich drehte, war das Wetter, was sich seit 5 Tagen durch Dauerregen auszeichnet. Mein Kommentar hierzu (deutlich entschärft):

„Ich mag Regen im Schlumpfland, da wird der ganze Dreck und Scheiß mal aus dem Schlumpfdorf weg gewaschen!“

Die Antwort:

„Was nützt das, wenn die ganzen Scheiß-Schlümpfe noch hier sind?“

Da ich wenig Lust habe in bestimmten Suchmaschinen bei bestimmten Suchbegriffen gefunden zu werden, habe ich die kursiv hervorgehobenen Wörter anders benannt; der Kontext sollte dennoch klar sein.

Gretchenfrage: was bewegt einen Ausländer nach Shanghai/China zu kommen, wenn er dessen Einwohner ohnehin nur Scheiße findet? Auch interessant wäre es zu wissen, wie man so etwas zu jemanden sagen kann, der mit einem solchen Schlumpf verheiratet ist?

Manchmal ist es schon beängstigend, was das Geburtsland von Alexander v. Humboldt und Emanuel Kant so als Repräsentanten in die Welt schickt.


Neuigkeiten aus China

Wer mal einen Zoo in China besucht hat, wird den Aufenthalt vielleicht nicht ganz so genossen haben, wie man das aus anderen Hemisphären kennt. Zwar kann man die Existenzberechtigung eines Zoos stets und immer in Frage stellen, doch zumindest kann man sich Mühe geben die Tiergehege so authentisch wie möglich zu halten. Wie auch immer, der Zoo in Shanghai beispielsweise hat eine umfassende Renovierung durchgemacht und kann als akzeptabel bezeichnet werden. Im Hinterland allerdings sieht das häufig anders aus.

Eine der fragwürdigsten Angewohnheiten von chinesischen Tierliebhabern ist das Füttern der Wesen mit allen möglichen Dingen. Wenn dann Dummheit und der Darwin Award noch mit einspielen, kommt dies dabei heraus:

Tiger 4

Tiger 1

Tiger 2

Tiger 3

Diese Fotos stammen aus dem Zoo in Chengdu. Der Typ ist über den Ast auf der letzten Aufnahme ins Gehege des weißen Tigers geklettert und wollte ihn mit Reis füttern, den er im Rucksack mit sich führte. Wie man sieht, hatte das Tier mehr Interesse an einem Happen Fleisch. Leider wurde ihm das nicht gegönnt, denn Pfleger haben den Tiger schnell betäubt und damit die Haut des Vollidioten gerettet.

In Hong Kong schlägt man sich derweil mit anderen Problemen herum. Speziell aus Shenzhen (Mainland China) kommen stets viele Touristenhorden und kaufen Billigläden wie Chanel,  Louis Vuitton oder Cartier leer. Soweit so gut, so banal. Leider benehmen sie sich dabei nicht sonderlich gut, wobei man ja eigentlich aus dem gleichen Genpool stammt. Somit kommt es immer wider zu Demonstrationen (die  in HK ja erlaubt sind) gegen die Heuschrecken vom großen roten Bruder. Vor 2 Tagen ist es dann mal wieder eskaliert, als Touristen die Demonstranten angriffen:

HK 4

HK 1

HK 2

HK 3

Auf den Schildern sind hauptsächlich Ressentiments gegen Mainland Chinesen zu lesen, von wegen das sie die Ressourcen auf brauchen und die Teuerungsrate vorantreiben. Beides wohl nicht ganz von der Hand zu weisen. Ein paar haben die Gelegenheit gleich genutzt sich die Engländer als Verwaltungsmacht wieder zurück zu wünschen, scheinbar sehr verwirrte Personen. Generell ist der Rummel größer als verdient, denn es waren gerade einmal 100 Demonstranten.

So manchem Rotchinesen treibt das aber die Zornesröte ins Gesicht, schließlich sieht man sich ja als gleiches Volk an. So reibt man sich freilich die Hände, wenn nämlich die Sonderstellung HKs wegfällt und damit die KP volle Kontrolle über die Stadt erhält (was sie insgeheim bereits hat).

Zu guter Letzt noch ein Blick in den fernen Westen Chinas, wo sein Muslimen Problem sich mal wieder manifestiert. Nach einer Attacke in Xinjiang sind 11 Menschen getötet worden (8 durch Polizei, 3 durch Selbstmordattentat), Bilder zum Bericht gab es nur 2:

Ui 2

Ui 1

Die Berichterstattung darüber ist mal wieder mehr als dürftig.


Deutsche, kauft nicht bei Schweizern!

Lustige Aktion gegen die schweizerische Einwanderungsinitiative:

Schweiz DemoIst natürlich etwas politisch inkorrekt.


Allerseelen vs. Sturmpercht

Was dabei raus kommt, wenn zwei Ausnahmeprojekte miteinander kollaborieren, kann man anhand des Gletscherlicht Titels sehr gut sehen:

Ein erquickendes Stückchen Musik. Es reiht sich nahtlos mit bspw. Neuschwabenland ein, mit scheinbar unkoordinierten akustischen Teilen die im Gesamtstück ein besonderes Klangbild geben. Fast rituell geht zu:


Was ist die Lieblingsmannschaft von…

…Al Kaida?

Die New York Jets.


Extrem wenig…

…Feuerwerk hat das chinesische Neujahr 2014 zu bieten. Gestern ging es um die Kohle, was erfahrungsgemäß sehr stark beböllert wird. Das es aber mehr ist als am eigentlichen Neujahrsabend kommt selten vor. Doch der Chinamann hat es richtig krachen lassen gestern, bis heute in der Früh um 6 Uhr ging es in einer Tour während es am 30. verhalten ablief.

Feuerwerk

Da wir wahrscheinlich die einzigen Deppen sind die heute arbeiten, hängt die Hälfte der Leute hier auch ziemlich durch. Kein Telefon klingelt, keine Email kommt rein…was für eine gnadenlose Zeitverschwendung. Ich finde keinen Erklärung für den Sinn dieser Feiertagsregelung, aber das obliegt mir wahrscheinlich auch nicht.

fireworks4

Beim Gedanken daran, wie viel Geld da gestern verfeuert worden ist, wird mir ganz schwindelig. Feuerwerk ist in China keineswegs billig muss man dazu wissen. Hinzu kommt in diesem Jahr natürlich auch noch die Sorge um die Luftqualität, denn so einen  Batterie kann schnell mal einen Straßenzug in Nebel legen.

Die Bilder stammen übrigens aus Beijing, nicht Shanghai – da hat man das Ganze wohl ernster genommen bzw. ignoriert.